Eine Woche mit der Großfamilie in den Bergen.

Ich hoffe, ihr hattet alle eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit mit euren Liebsten und seid gut, voller Vorfreude und mit den besten Vorsätzen ins neue Jahr gerutscht. Unsere große Familie hatte nach 4jähriger Wartezeit endlich wieder die Gelegenheit, in einer für uns perfekten Hütte im Montafon Silvester zu feiern und eine Woche gemeinsam in den Bergen zu genießen. Für uns ist dieses Haus perfekt, weil es über eine Profiküche verfügt, in der die kochbegeisterten Mitglieder der Familie sich austoben können. Für die Kinder gibt einen beheizten Außenwhirlpool, in dem sie sich gefühlt 12 Stunden am Tag einweichen und für die Erwachsenen eine große Sauna mit Panoramablick auf die Berge. Mit 25 Personen finden alle bequem Platz, es gibt einen großen Essraum für die gemeinsamen Mahlzeiten, eine gemütliche Stube mit Kachelofen und einen extra Fernsehraum, in dem sich die Kinder abends beim Rudelkuscheln einen Film anschauen. Oder zwei.

Um 25 Personen für eine Woche mit drei Mahlzeiten am Tag und diversen alkoholischen Getränken zu versorgen, braucht es schon einige logistische und organisatorische Vorbereitungen. Die Mengen müssen geplant, eingekauft und auf die Autos verteilt werden. Bei der Ankunft sind dann Kühlraum, Speisekammer und Kühlschrank zum bersten gefüllt und man meint, das wird alles niemals aufgebraucht werden. Aber auch dieses mal haben wir alles gegeben und nur ein paar kleine Reste wieder mit nach Hause genommen. Wir hatten zum Beispiel die köstlichen Spinat-Ricotta-Klößchen, rote Bete mit überbackenem Ziegenkäse in etwas abgewandelter Form nach diesem Rezept, eine spicy Kürbissuppe oder extra aus dem Schwabenländle importierte Maultaschen mit geschmolzenen Zwiebeln und Kartoffelsalat. Durchaus nicht immer schnell zubereitete Gerichte. Aber da ist den Helden in der Küche ja nie etwas zu kompliziert. Und mit vielen helfenden Händen sind auch solche Gerichte in überschaubarer Zeit auf dem Tisch.

Für die große Mahlzeit am Abend ist jeweils im Wechsel einer Küchenchef und die anderen arbeiten zu oder wenn man so minderbemittelt im Kochen ist wie ich, deckt man halt den Tisch oder räumt ab. Nur einer war im Dauereinsatz und musste gefühlt 1.000 Crêpes für die Kinder als Nachtisch backen: unser Crêpes Michel. Hat er aber ganz tapfer und mit gewohnter Ruhe und Geduld gemeistert.

Als wir ankamen war in den Bergen noch kein bisschen Schnee gefallen, alles war grün und selbst auf den ganz hoch gelegenen Gipfeln war nur eine Puderzuckerschicht an Schnee zu erahnen. Große Enttäuschung bei den Kindern, die sich vom letzten mal noch an Schneemassen und lange Schlittenfahrten erinnerten. Aber es war sonnig und wir nutzen das Wetter für lange Wanderungen und anschließenden Sonnenbädern auf der Terrasse.

In der Nacht auf den vierten Tag schneite es dann ausgiebig. Sogar einen richtigen Schneesturm haben wir aus der kuscheligen, warm beheizten Stube beobachtet. Und am nächsten Tag konnten die Schneeanzüge nicht schnell genug angezogen und die Schlitten aus den Regalen geholt werden. Volle Begeisterung bei den Kindern. Und bei unserem  Outdoorsportler, der sich sein Board schnappte, zu Fuß durch den tiefen Schnee die Hügel hochstapfte und coole Sprünge machte.

Neben all dem Kochen, Essen, Wandern, Saunen und Entspannen haben wir je nach Promillestand mehr oder weniger melodisch zusammen gesungen. Man munkelt sogar von einer legendären neuen Männerband namens Korsakow-Duo. Bei der Vielzahl der Menschen und immer wieder wechselnden Grüppchen, die sich über den Tag verteilt bei den verschiedenen Aktivitäten bilden, kommt es zu keinem Gruppenkoller. Und man findet Zeit, sich mit allen auch einmal intensiver auszutauschen, als das bei einer Familienfeier möglich ist.

So sind wir nach einer sehr erfüllten Woche wieder nach Hause gereist und ich hatte die eher semischöne Hinfahrt schon längst wieder vergessen, bei der wir 3 Stunden in einer Autowerkstatt gestrandet waren, weil ein Marder in der Nacht vor der Abfahrt einen Schlauch durchgebissen hatte. Und ich außerdem mitten in der Nacht mein Handy auf dem Klo einer Raststätte liegengelassen hatte. Das ist natürlich nicht wieder aufgetaucht. Aber auf der Rückfahrt hat mir mein Held auf einer Raststättenpause angeboten: “ Nimm doch mein Handy mit“ 🙂

Ich wünsche euch einen fantastischen Start in ein neues, spannendes Jahr. Unser nächster Aufenthalt in der Hütte ist übrigens schon klargemacht. Ich freue mich riesig drauf.

Comments (2)

  • Euer Gemeinsamsein, die Hütte, … das klingt so traumhaft und die Bilder sind wunderschön!
    Alles Liebe für das neue Jahr + herzliche Grüße 🙂 Maren

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    • Maren, du Liebe! Danke schön und auch für dich nur das Allerbeste im neuen Jahr. Ich hoffe auf ein Wiedersehen. Liebe Grüße von Sabine

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