Weihnachten im Höfchen. Die Verwandlung von Speck in Knödeln zu Speck auf der Hüfte.

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Ich hoffe, ihr hattet ein ganz wunderbares, entspanntes und glitzerndes Weihnachtsfest. Unseres war auf jeden Fall kalorienreich. In fester wie in flüssiger Form. Und trubelig. Denn am zweiten Weihnachtstag kommen hier mittlerweile schon traditionell die Geschwister des Helden (immerhin sind das fünf) mit ihren Familien zusammen. Nicht immer schaffen es alle, dabei zu sein. Aber dieses Jahr waren es fast alle. 27 Personen, die bekommen wir in unserem Haus gar nicht alle an einen Tisch. Wie gut, dass wir die Scheune haben und die durch unsere diesjährige Bauaktion mittlerweile das schönste Glastor ever hat. Die fast frühlingshaften Temperaturen ergänzt durch ein paar bollernde Heizstrahler in Kombination mit ein paar Decken haben es uns ganz kuschelig gemacht. Jeder hat etwas zu einem grandiosen Buffet beigetragen und wir haben den ganzen Nachmittag bis spät in die Nacht gemeinsam geschlemmt, angestoßen, gesungen und gelacht. Jedes Jahr ist es wieder ein wenig anders. Die vor kurzem noch „kleinen“ Neffen und Nichten kommen plötzlich mit eigenem Nachwuchs und auch wenn wir es übers Jahr nicht so oft schaffen, wirklich alle zusammenzubringen, finden die Cousins und Cousinen doch in kürzester Zeit einen Draht zueinander.

Lauwarmer Salat aus Süßkartoffeln, Feigen
Lauwarmer Salat aus Süßkartoffeln, Feigen

Übrig bleiben ein paar schöne Erinnerungen und jede Menge Leckereien, durch die wir uns bis zum Ende des Jahres noch futtern. Bevor wir mit den allerbesten Vorsätzen ins neue Jahr starten, in dem wir natürlich schöner, sportlicher, disziplinierter, organisierter und was weiß ich noch werden. Was immer in großen Mengen übrig bleibt, auch innerhalb des Jahres, sind alle möglichen Sorten von Brot. Die sammeln wir, lassen sie ordentlich trocknen und machen die leckersten Knödel daraus. Egal ob Weiß- oder Graubrot, Laugenstangen, Vollkornbrötchen, Baguette. Die Mischung machts. Die allerleckerste Variante sind Speck- oder Käseknödel. Sehr gerne in Kombination mir einem einfachen grünen Salat. Natürlich mit der Best-ever Salatsoße. Oder ganz deftig mit leckeren Pilzen. Und ab nächste Woche is klar: Sieben Kilo in drei Tagen 😉

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Rezept für 4 Personen
200 g altbackenes Brot und Brötchen
200 ml warme Milch
200 g gekochter Blattspinat oder aufgetauter TK-Blattspinat
1 Bund Petersilie
1 Zwiebel
75 g Bergkäse
2 EL Butter
2 Eier
1 EL Mehl
1 großzügige Prise Muskatnuss
Salz und Pfeffer

Das Brot ganz fein würfeln. 200 ml Milch kurz erwärmen, 1 Messerspitze Salz dazugeben, das fein gewürfelte Brot damit übergießen und zugedeckt 30 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit den Blattspinat mit Küchenkrepp sehr fest ausdrücken. Die Petersilienblättchen von den Stängeln abzupfen und zusammen mit dem Spinat fein hacken. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Bergkäse reiben. Die Butter in einem Topf zerlassen. Spinat, Petersilie und Zwiebelwürfel darin zugedeckt 3 Minuten dünsten, dann mit der Brotmasse, Eiern, Mehl, 50 g geriebenen Bergkäse, Muskat , Salz und Pfeffer verkneten.

Reichlich Salzwasser in einem großen Topf aufkochen. Aus dem Knödelteig mit feuchten Händen Knödel formen. Die Knödel im leicht köchelnden Wasser 15 Minuten ziehen lassen.

Die Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und gut abtropfen lassen. Butter in einem kleinen Topf zerlassen und gemeinsam mit den Knödeln auf den Teller geben, mit Bergkäse bestreuen und mit dem Salat servieren.

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Variante mit Speck
Für die Speckknödel 80 g Speck fein würfeln und statt des Spinats mit der Zwiebel dünsten. Ansonsten den Teig zubereiten wie oben zubereiten.

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600 g frische Champignons und/oder Pilze,  geputzt und in Scheiben geschnitten
Saft von einer 1/2 Zitrone
1 Zwiebel, klein gewürfelt
1/2 Bund glatte Petersilie, klein gehackt
Salz und Pfeffer
Butter
200 g frische Sahne

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Die Pilze mit 2 bis 3 EL Zitronensaft beträufeln. 2 EL Butter in einer Pfanne zerlassen, die Zwiebel darin glasig dünsten. Nach und nach die Pilze in die Pfanne geben und anbraten. Kräftig salzen und die Sahne angießen. Bei mittlerer Hitze die Pilze etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen und die Flüssigkeit etwas einreduzieren, sodass eine sämige Soße entsteht. Zum Schluss die Petersilie unterrühren sowie mit Salz, Pfeffer und ggfs. etwas Zitronensaft abschmecken. Gemeinsam mit den Speckknödeln servieren.

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Das sind nun die letzten Speckbomben in diesem Jahr. Das neue gehen wir sicher mit einer ganzen Menge Salat an. Neben einer Menge anderer guter Vorsätze. Ganz glücklich schaue ich auf das vergangene Jahr zurück. So vieles Neues und Spannendes haben wir erlebt, so viele inspirierende Menschen getroffen, die wir ohne diesen Blog niemals kennengelernt hätten. Von mir aus kann das so weitergehen. DANKE, dass ihr hier vorbeischaut, die kleinen Anekdötchen aus dem Höfchen lest und die Rezepte probiert. Das hat uns immer am meissten gefreut, wenn euch ein Gericht so gefallen hat, dass ihr es nachkocht und erzählt, wie es euren Gästen und euch selbst geschmeckt hat. Ich hoffe, auch im nächsten Jahr!

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