Die lange Geschichte von dem großen Scheunentor

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Es ist fertig, na ja in einigen Details noch nicht. Aber was wir anfangs aufwandsmäßig als eher kleinen Bauabschnitt gesehen haben, hatte sich zu einem Endlosprojekt entwickelt. Ich meine das Scheunentor. Für alle, die nun gelangweilt die Augen verdrehen, weil schon diverse Male was angekündigt aber nie was Fertiges zu sehen war: Überspringt einfach ein paar Zeilen. Für alle, die im Laufe der Zeit eh den Faden verloren haben oder neu hier sind, noch einmal eine kurze Intro: Wir leben in einem uralten kleinen Höfchen, in dieser Gegend auch Hofreite genannt. Als wir vor vier Jahren hier einzogen, nannten wir es liebevoll Messihof, und es machte seinem Namen alle Ehre. Alles sehr heruntergekommen, zugige Fenster, winzige Räumchen, überall Chaos Tonnen von Kram der Menschen, die hier vorher gelebt haben. Nach einer intensiven Sanierungs- und Umbauphase, bei der wir das Wohnhaus nach unserem Vorstellungen gestaltet haben, robben wir uns nun je nach Nervenkostüm und Fülle des Sparstrumpfes von Bauabschnitt zu Bauabschnitt um alles weiter so fertig zu machen, wie wir es bei den ersten Besichtigungen schon durch das Chaos haben blitzen sehen. Unsere diesjährige Idee war, das große Holzscheunentor durch eine Glaskonstruktion zu ersetzen. Die Scheune hatten wir in der ganzen Bauphase immer nur als Materiallager und Riesenabstellraum genutzt.

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Nach umfangreichen Entrümpelungs- und Aufräumarbeiten hatten wir einen tollen großen Raum. Aber wenn das große Tor zu war, war es stockduster da drin. Und wenn es auf war, stand der ganze kleine Innenhof voll Tor und innen war es natürlich ein bisschen frisch. Am meisten Kopfschmerzen bei der ganzen Aktion hat mir ehrlich gesagt gemacht, dass ich mir immer wieder überlegt habe: Auweia, wie bekommen wir dieses Riesending denn aus den Angeln gehoben? Denn wir wollten das tolle alte Tor natürlich noch weiter verbauen und nicht einfach zerstören. Aber wie so oft im Leben, sind die Dinge, über die man sich nen riesen Kopf macht, in Wirklichkeit gar nicht schlimm. Das Tor war mit drei Mann in ca. 2 Stunden raus. Ruckzuck. Die weitere Aktion, neues Tor rein, hatte ich mir ganz einach vorgestellt: Da kommt jemand, dem erzählen wir unsere Wünsche, es wird Maß genommen, die Einzelteile kommen hier an und das Ding wird reingetackert. Wie ein überdimensionales Fenster eben.

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Joah, hat nicht ganz so geklappt. Und war wohl auch  technisch eine größere Herausforderung, als wir uns das so vorgesteltt haben. Ist aber ehrlich gesagt auch egal. Denn nach einigen Wochen Geduldsprobe ist das Tor nun drin. Und es sieht genau so cool aus, wie wir uns das gewünscht haben. Schon einige Abende saßen wir andächtig davor. Einfach so. Wenn es schon dunkel ist und von drinnen das heimelige Licht leuchtet, sitzen wir da und lachen über all die Geschichten, die wir schon mit diesem Haus erlebt haben.

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Freuen uns daran, wie schön es doch schon geworden ist und denken  auch oft daran zurück, wie wir hier einzogen. Im tiefsten Winter, alles war matschig und grau, Überall Müll und Chaos und Kälte. Und wir mittendrin, den Tränen nah und uns fragend, wie bekloppt wir doch wohl sind, mit drei Kindern plus Hund in so eine Bruchbude zu ziehen….

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Das Tor ist nun innen eine Trennwand geworden. Und aus den übrigen Brettern haben wir mit ein paar einfachen Tischböcken eine lange Tafel gezimmert. An der haben wir schon grandiose Abende verbracht. Mit vielen lieben Menschen. Mit gutem Essen und leckerem Wein. Und mit den letzten Gästen einer großen Feier sind wir schon tanzend in die Tische gekracht. Haben sie uns nicht übel genommen. Die Tische meine ich. Die Gäste wohl auch nicht, die kommen immer gerne wieder.

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Comments (19)

  • wow – ich bin schwer beeindruckt!!! Das ist wunderschön und genau mein Geschmack.

    Auf viele schöne Stunden und Momente!!!

    Liebe Grüße, Torsten

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    • Oh danke schön lieber Torsten! Die machen wir uns ganz bestimmt.

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  • Das schreit nach einer Besichtigung:) Bin ganz gespannt!!

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    • Und wie, meine Liebe!! Wir freuen uns!

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  • Es ist wunderschön geworden, liebe Sabine! Bin schwer begeistert!!! Ein Traum, total mein Geschmack!! Schöne Fotos. Kann mir eure entspannten Feier-Abende wahrhaftig vorstellen. Ich würde mir die ganze Zeit bei euch vorkommen wie im Urlaub, glaube ich.
    Ganz liebe Grüße und einen gemütlichen Herbst!
    Clara

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    • Liebe Clara, das freut mich sehr! Und du bist immer herzlich eingeladen. Zum abchillen, lecker essen oder auch gerne zum gemeinsamen in die Tische krachen. Du natürlich in Glitzaballerinsen. Is klar.

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      • Ich vermute mal du verwechselst mich und du meinst die liebe Clara Moring von tastesheriff. 😉 Aber wunderschön find ich es auch und vorbeikommen tue ich ja vielleicht auch eines Tages mal 😀 Selbstverständlich zum Tischekrachen und leeeeeeecker Essen.
        Liebe Grüße!

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        • hahaha, wer richtig liest, ist klar im Vorteil. Ja stimmt, da habe ich dich verwechselt. Macht aber nix, ich krache auch mit dir in die Tische 🙂

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          • Klingt nach einem Plan! 🙂 Schönen Start in den Herbst euch! Genießt euer zauberhaftes Höfchen! Eines Tages komme ich vorbei, bringe auch n Fläschchen Wino mit

  • WOW!!! Ihr seid auch echt ein bisschen wahnsinnig, oder??? Sehr sympatisch. Große Macher! RESPEKT!

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    • Oh jaaaa, liebe Ela. Für so was MUSS man ein bisschen bekloppt sein. Sonst wären wir schon 17mal wieder ausgezogen 🙂

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  • ach, watt schön!!!
    ich bin hin und weg. 🙂
    herzliche grüße
    die frau s.

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  • Liebe Sabine, ich bin gerade über SLI-Homestory auf deinen Blog gekommen…. was soll ich sagen?!?! Ich bin sooooooooooooooooo begeistert von eurem genial schönen Zuhause und so neidisch!!! Ich würde sofort bei euch einziehen ;)) Und deine Food-Fotos, ein Traum! Und dein Schreibstil: mega sympathisch! Mach weiter so, ich werde mich bestimmt hin und wieder hier blicken lassen 😉 LG, Sammy

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    • Oh wie schön, liebe Sammy, das freut mich sehr. Komm immer wieder gerne hier vorbei, wir haben ja gerne Besuch 🙂

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  • Boah! Ist das schön bei Euch. Irgendwie bin ich gerade über 77 Ecken über Deinen Blog gestolpert und frage mich gerade ob Du nicht diejenige bist, die auf der Blogst vor mir gesessen hat ;). GlG/ Nadine

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    • 🙂 Ich saß NEBEN dir. Freut mich, dass es die hier gefällt.

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  • Hallo ihr Lieben,
    ich bin eben per Zufall auf eurem Blog gelandet, da ich eigentlich nach einem Hersteller suche der mir auch so ein „Scheunentor“baut. Wir haben auch ein altes Haus gekauft haben und genau die selben Probleme wie ihr. Preis, Leistung, Machbarkeit … kannst du mir einen Tip geben?
    Wir machen seit ca. 1 Jahr herum wo her bekommen, kosten und und und ..
    Ich bin beeindruckt von dem tollen Blog auch von den Rezepten, … werde mich mal tiefer einlesen 🙂
    Danke fürs tippen und teilen :))
    Liebe Grüße ausm Schobaländle

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    • Freut uns sehr, dass es dir bei uns gefällt. So ein altes Haus ist halt eine Lebensaufgabe und man ist einfach nie ferig damit. Aber die Entwicklung ist einfach furchtbar spannend und wir fühlen uns so wohl hier. Wenn wir selber nicht mehr hier leben, wird jemand anders es vielleicht wieder ganz anders umgestalteten. Aber immer hat es einen Charme, den ein Neubau niemals haben könnte. Das Tor haben wir von einer Metallbaufirma anfertigen lassen. Du findest sie hier: http://www.philippi-metallbau.com/ Viel Spaß und ERfolg beim Umsetzen! Viele Grüße von Sabine

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