Aufgeräumt und fokussiert ins neue Jahr.

Werbung. Ganz besonders glücklich über unseren Blog bin ich immer zum Ende eines Jahres. Dann denke ich nicht nur darüber nach, was der Held für wunderbare Gerichte gekocht hat, wen wir alles kennenlernen durften, zu welchen spannenden Veranstaltungen wir eingeladen wurden, sondern erinnere mich durch die Blogbeiträge auch an so viele private Glücklichmacher. Ich schaffe es einfach nicht, unsere ganz privaten Ereignisse ordentlich zu dokumentieren. Ich mache zwar eine Unmenge Fotos übers Jahr und habe zunehmend Spaß daran, kleine Filme zusammenzuschneiden. Aber die befinden sich auf vielen verschiedenen Speicherplätzen. Sie haben kein zu Hause, wie die Beiträge auf dem Blog. Ich verknüpfe jedoch die Bloggeschichten mit den privaten im Kopf. Den Vorsatz, das strukturierter anzugehen, habe ich schon einige Male gefasst aber noch nie umsetzen können. Und als ich mich kürzlich wieder mit den Vorsätzen für das neue Jahr beschäftigt habe, las ich einen Artikel, dass es nicht nur wichtig ist, sich auf das neue Jahr vorzubereiten, sondern dass man auch das vergangene Jahr nicht zu hastig verlassen sollte. Wenn das Jahr ausklingt, sich die große Aufregung um das Weihnachtsfest herum gelegt hat, soll man zur Ruhe kommen, das alte Jahr reflektieren, Unerledigtes erledigen, überlegen, was es einem an schönen Dingen gebracht hat, was man lernen durfte, was einem gut gelungen ist. Schöne abschließende Taten können sein

Geliehene Dinge zurückbringen
Sich bei lieben Menschen bedanken, die einen durchs Jahr begleitet haben
Schulden begleichen und offene Rechnungen bezahlen
Ungeklärte Angelegenheiten bereinigen
Gründlich Aufräumen und Putzen

 

Ganz bewusst kann man sich an den dunklen Winterabenden zum Jahresende diese Fragen stellen

Was war schön in diesem Jahr?
Was ist in diesem Jahr geschehen, wofür ich dankbar sein kann?
Welche Erlebnisse waren besonders einschneidend?
Was habe ich erfahren und gelernt?
Was waren die Geschenke in diesem Jahr?
Wer war an meiner Seite und hat mich durch das Jahr begleitet?
Wer begleitet mich nicht mehr?
Was hat sich verändert?
Was war das Motto dieses Jahres?
Was habe ich zu Ende gebracht?
Was habe ich besonders gut gemacht?
Was steht noch offen?
Was lasse ich zurück, was nehme ich mit?

Die perfekte Zeit für dieses Insichgehen und Reflektieren ist zwischen dem 25. Dezember und 6. Januar, in den so genannten Rauh- oder Rauchnächten. Dem alten Volkswissen zufolge die Zeit, in der Chaos mit Ordnung kämpft und wilde Geister und Dämonen durch die Lande ziehen. Aber auch die Zeit des Wandels und Neubeginns, der Reinigung und der Besinnung.

Der Name der Rauhnächte stammt von dem Brauch des Räucherns. Um Haus, Mensch und Tier vor Unheil zu schützen oder von vergangenem Ereignissen zu reinigen, werden Heilpflanzen und Harze in Räucherschalen verräuchert und in jeden Winkel getragen. Jede Rauhnacht hat ihre ganz besondere Bedeutung. Unterschiedliche Rituale wurden in diesen praktiziert. Das Bleigießen in der Silvesternacht ist zum Beispiel eines davon. Und jede der 12 Rauhnächte steht für einen Monat des kommenden Jahres. So kann man sich in einer Rauhnacht zum Beispiel auf bewusste Ziele im betreffenden Monat des kommenden Jahres konzentrieren. Auch sollen die Träume, die man in diesen Nächten hat, besonders bedeutend für den jeweiligen Monat des neuen Jahres sein.

Heute pflegen wir Brauchtum und Tradition vielleicht nicht mehr allzu intensiv. Trotzdem sind Themen wie Achtsamkeit, Selbstreflexion, persönliche Weiterentwicklung so aktuell wie schon lange nicht mehr.

Ganz zwangsläufig haben auch wir uns in diesem Jahr damit beschäftigt. Haben reflektiert und umstrukturiert. Von banalen Dingen im Tagesablauf bis zu komplexeren Entscheidungen. Das mag auch am Alter liegen. Die Kinder sind längst nicht mehr rund um die Uhr auf uns angewiesen. Sie haben ihr quirliges Teenieleben, tauschen sich über manche Themen sehr viel lieber mit ihren Freundinnen aus und unsere größte Tochter wird im nächsten Jahr sogar schon das Haus verlassen um zu studieren. Plötzlich hat man wieder Zeit für sich und auch als Paar kann man Aktivitäten planen, ohne vorher einen umfangreichen Kinderbetreuungsplan zu organisieren. Oder einfach zu zweit bei einem Glas Wein sitzen und zusammenhängende Gespräche ganz ohne Unterbrechung führen. Kürzlich haben wir bei einem schönen Glas Wein vereinbart, ein regelmäßiges Dinner-Date zu zweit zu feiern. Mit festem Termin im Kalender. Verrückt, oder?

Das Glas Wein war ein Apothic Red, eine facettenreiche Mischung aus kräftigem Zinfandel, weichem Merlot, intensivem Syrah und Cabernet Sauvignon, der die Noten von dunkelroten Früchten, Vanille und Mokka vereint. Apothic hört sich so schön mystisch an. Und tatsächlich ist der Name eine Kombination des lateinischen „Apotheca“, was für Weinkeller steht und „Epic“, was im Englischen das Heroische, Großartige beschreibt. Die Cuvée wurde inzwischen schon mehrfach für ihre Qualität ausgezeichnet. Neben der Bronzemedaille bei der International Wine & Spirits Competition 2015 wurde Apothic Red im selben Jahr auch mit Gold auf der Mundus Vini ausgezeichnet. Der Wein passte ganz wunderbar zu unserer Stimmung und erst einmal neugierig geworden, haben wir auch den Apothic Dark gekostet, der Aromen von dunklen Früchten wie Heidelbeere und Brombeere durch reichhaltige Noten von Kaffee und Schokolade ergänzt.

Ganz vorsichtig haben wir das Räuchern ausprobiert. Man findet viele verschiedene Anbieter von Räuchermischungen aus Kräutern und Harzen, die zum Teil sehr intensiv duften. Ganz sicher ein sehr schönes Ritual zum Jahreswechsel. Man kennt doch das befriedigende Gefühl, wenn es im Haus frisch geputzt riecht. Oder wenn man abends in frisch duftende Bettwäsche sinkt. Oder einem ein bestimmter Geruch direkt in eine schöne Erinnerung beamt. Ebenso wie Erinnerungen zu transportieren können Gerüche eben auch reinigen oder Muff aus den Ecken vertreiben. Solltet ihr mal ausprobieren. Natürlich mit der passenden mystischen Weinbegleitung. Das entspannt gleich doppelt so gut.

 

Comments (8)

  • Den Wein kann ich sehr empfehlen, den haben wir vor kurzem auch noch getrunken 🙂 Frohes Neues wünsche ich dir schonmal

    Liebe Grüße aus dem Wellnesshotel Meran

    http://www.lamaiena.it

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    • Wie schön. Mir hat er auch sehr gut geschnmeckt. Aber ein Glas Wein im Wellnesshotel ist natürlich die Krönung 🙂 Liebe Grüße von Sabine

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  • Toller Beitrag! Muss mir jetzt unbedingt noch einen Weinvorrat zu den Rauhnächten anlegen

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    • Musst du, liebe Christina. Ist der doppelte Flow. Liebste Grüße von Sabine

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  • Diesen Wein werden wir auf jeden Fall mal probieren… Eine Empfehlung noch aus der Region, Black Mythos vom Weingut Janz in Ebersheim. Kleines Weingut von Vater und Tochter geführt, aber toller Rotwein. Vielleicht mal probieren….. Einen guten Rutsch

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    • Hört sich spannend an, das probieren wir aus. Liebe Grüße von Sabine

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  • Sehr geehrte Familie Steffens,

    Am Anfang des Jahres wünsche ich Ihnen ein frohes, wunderbares, erfolgreiches, aber vor allem ein gesundes 2019 !!!!!

    Machen Sie bitte weiter so und viele Menschen freuen sich, schon einen Anlass sich weniger Fragen zu Stellen.

    Vielen Dank für das schöne Jahr 2018 und machen Sie bitte weiter in 2019. ALLES GUTE !!!!

    Liebe Grüsse, Richard

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    • Lieber Richard, ganz herzlichen Dank für die lieben Wünsche. So ein schönes Feedback freut uns ganz riesig. Sehr gerne erzählen wir auch in diesem Jahr Geschichten aus dem Höfchen und der Heldenküche. Wir freuen uns schon sehr darauf. Ganz herzliche Grüße und die allerbesten Wünsche für ein grandioses neues Jahr.

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