Winzer in Rheinhessen | Weingut Eppelmann

Werbung. Wir sind hier in Wiesbaden umgeben von den schönsten Weinbaugebieten Deutschlands. Für uns ist es ganz normal, den Wein direkt beim Winzer zu kaufen, die Winzerfamilien zu kennen und bei verschiedenen Festen und Events rund um das Thema Wein immer wieder neue und spannende Weingüter kennenzulernen und deren Kreationen  auszuprobieren. Erst kürzlich haben wir darüber nachgedacht, dass das für viele von euch ja gar nicht so selbstverständlich ist. Ihr kauft euren Wein im Handel oder online oder ihr trinkt sogar Bier. Da haben wir gedacht, wir können euch vielleicht hier im Blog ein bisschen mitnehmen in die Weinberge. Wir stellen euch verschiedene Betriebe vor. Manche machen Ökowein, andere bewirtschaften ihre Weingüter konventionell, viele arbeiten mit mehreren Generationen der Familie zusammen. Alle haben ihre eigene Philosophie und Sichtweise und das macht sich in den Weinen bemerkbar. Gerade wenn ein Generationswechsel im Weingut stattfindet ist es besonders spannend. Die junge Generation hat andere Ansichten, bringt frischen Wind in alte Strukturen und hat in der Ausbildung anderes gelernt.

So zum Beispiel auch im Weingut Eppelmann in Stadecken-Elsheim. Mitten im historischen Ortskern arbeitet dort die 4. und 5. Generation zusammen. Vater Timo ist Chef und hat das Gut bisher konventionell geführt, jedoch schon lange auf synthetische Düngemnittel verzichtet. Seitdem Tochter Corinna nach der Ausbildung in einem Biobetrieb mit im Gut arbeitet, wird auf ökologische Landwirtschaft umgestellt. Drei Jahre dauert die Umstellungsphase und ist 2021 abgeschlossen. Biowein bedeutet einen deutlichen Mehraufwand an Arbeitskraft und ist mit einem geringeren Ernteertrag verbunden. Der Lohn ist eine Steigerung der Weinqualität, der nachhaltige Schutz der Natur und das „einfach viel coolere Gefühl im Weinberg“ wie Corinna es zusammenfasst.

Corinna hat uns mit in die Weinberge genommen, hier ist die Weinblüte gerade abgeschlossen. Wein ist ein Selbstbefruchter, so dass bereits ein wenig Wind ausreicht und keine Insekten benötigt werden. Für Nützlinge wird jedoch trotzdem mit heimischen Kräutern, Gräsern und Hülsenfrüchtlern zwischen den Rebzeilen gesorgt. Die außerdem der Verdichtung des Bodens entgegenwirken, vor Erosion schützen und den Stickstoff aus der Luft für die Pflanzen verfügbar machen. Der Opa schüttelt über so einen „ungepflegten“ Weinberg nur den Kopf. Seine Generation hat so einen Wildwuchs nicht zugelassen.

Corinnas Bruder Christian ist im Traktor unterwegs, geht gemeinsam mit uns durch die Reben, pflückt hier und da überflüssige Blätter ab, richtet ein paar Reben und sein Spaß daran ist ihm deutlich anzusehen. So jung sind die beiden noch und trotzdem so sicher, in dem was sie tun. Mit einer klaren Vision.

Spätestens zur Weinlese sind wir wieder verabredet. Erst dann wird man sehen, wie der Jahrgang geworden ist. Was die Natur bis dahin noch an eventuellen Überraschnungen bereit hält, weiß man nicht.  Ich finde das irre spannend und werde euch wieder berichten. Das Weingut Eppelmann könnt ihr virtuell hier besuchen: Weingut Eppelmann  und natürlich auch Wein bestellen, wenn ihr mal probieren möchtet. Wer jetzt neugierig auf das schöne Rheinhessen und seine Winzer geworden ist, entdeckt bei rheinhessen.de viele mehr. Im Rahmen der Aktion Rheinhessen genießen werden auch in diesem Jahr einige Gastronomen ein Gericht aus ihrem regionalen Lieblingsprodukt entwickeln und einen spannenden Wein dazu empfehlen. Das Restaurant Geberts Weinstuben wird zum Beispiel einen Wein vom Weingut Eppelmann mit seiner Kreation empfehlen.

 

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