Pimp up the Höfchen

Ich hatte ja schon einmal über unser Leben auf der Never Ending Baustelle berichtet. Seit wir hier wohnen, haben wir schon diverse Bauabschnitte überstanden und dabei eine zeitlang auf ganz wenigen Quadratmetern mit Notküche verbracht, während das gesamte Untergeschoss auseinandergenommen wurde. Für ein bisschen Atmo hier mal zwei vorher-nachher Beispiele:

wohnraum-2

esstisch

kaminecke

schiebetür

Unser Schlafzimmer und auch die Zimmer der Kinder sind schon einige Male umgezogen, bis alle Räume bezugsfertig waren. Wir haben tausende von Kilos hin und her geschleppt, überlegt, Staub geschluckt und nach einer Bauphase auch immer mal wieder eine Pause eingelegt. Kleine Ecken schön gemacht, damit man das Gefühl hat, man kommt irgendwie voran. Mit dem Untergeschoss sind wir nun sehr zufrieden. Das Obergeschoss hat noch, sagen wir mal „Potenzial“.

Während all der Phasen hatten wir einen großen Vorteil, nämlich eine riesige Scheune, in die wir alles auslagern konnten, Baumaterial gestapelt haben, Dinge, die im Weg waren, einfach reingeschoben haben. Der Nachteil bei so einem Raumwunder ist: Irgendwann ist das Ding so vollgerummelt, dass man gar nicht mehr rein kommt. Immer mal wieder haben wir umgeräumt, entsorgt, und dabei „Schätze“ entdeckt, wie z.B. an die 50 Glasballons, mit denen hier früher Apfelwein gemacht wurde.

glasballons

Oder auch alte Maschinen und Werkzeuge aus der Küferwerkstatt, die es hier mal gab.

bandsägewerkstatt-küfer

Aber die Scheune sitzt uns schon ganz lange im Nacken und brauchte dringend ein bisschen Fräulein Ordnung Atmo. Für solche Aktionen bleibt nur am Wochenende Zeit und nur allzu gerne macht man dann ja schönere Dinge, als Müll zu entsorgen und riesige Massen aufzuräumen. Es braucht immer einen ordentlichen Motivator. Den haben wir nun mit der kommenden Fußball WM. Denn der arme Held kann in unserem Zickenhaushalt nie ein Fußballspiel in Ruhe schauen. Die Mädels singen, turnen oder tanzen vor dem Fernseher rum oder quatschen einen einfach schwindelig. In den entscheidenden Phasen eines Spiels muss man „Hunger!“, „Durst!“, „Zickenkrieg!“ versorgen und irgendwann gibt man auf und schaltet die Kiste zum Fussi einfach gar nicht mehr an. Zur WM möchte der Held eine Beamerwand aufbauen und ganz groß schauen. Alleine macht das natürlich keinen Spaß, also laden wir liebe Menschen dazu ein. Und die perfekte Location dafür ist die Scheune. Vollgerummelt geht das nicht, also haben wir an diesem Wochenende wieder unzählige Touren zum Recyclinghof gemacht, geräumt, geschleppt und Staub geschluckt.

Hier ein ganz kleiner Ausschnitt aus der Hölle:

scheune

Ein „Nachher“ Foto der Scheune gibt es noch nicht. Ich sach mal „in the making“… aber nächstes Wochenende kommen wir auch da sicher einen großen Schritt voran. Als kleine Motivationsecke für uns noch einmal vorher-nachher von einem bereits geschafften Teilabschnitt….

essbereich-alt

esstisch-nachher

Also: läuft. Demnächst mehr.

Comments (7)

  • Sehr schön bei euch! Das „Schiebetor“ ist der Hammer!
    Und der Fußboden…gefällt mir sehr bei Euch!
    Liebe Grüße
    Jenny

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    • Liebe Jenny, da freue ich mich sehr. Und außerdem würde es mich freuen, wenn wir uns noch einmal wiedersehen. Vielleicht im Höfchen?. Liebe Grüße von Sabine

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  • Du Liebe!

    Es sieht alles so großartig aus, Ihr habt ein unglaubliches Potential!

    Folge Dir jetzt bei Instagram, damit ich nichts mehr verpasse 🙂

    Liebste Grüße * Denise

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    • Denise, du Liebe. ich folge dir auch 🙂 Damit ich keine Aufräuminspiration verpasse. Ganz liebe Grüße von Sabine

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  • Wow, was Ihr da geleistet habt ist unfassbar! Ich kann es nachvollziehen, denn die „vorher“ Bilder erinnern mich sehr an unser eigenes Haus an dem wir seit 15 Jahren immer wieder Baustellen haben.
    Deine „nachher“ Bilder sind echt der Hammer!
    Liebe Grüße,
    Gaby

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    • Liebe Gaby, freut mich, dass es dir gefällt. Und ich denke, wir sind auch in 15 Jahren noch nicht fertig. Macht aber nix. 🙂 Wird sich schon wer finden, der genau so bekloppt ist und dann einfach weiter macht. Liebe Grüße von Sabine

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  • […] Erst am Wochenende ist mir genau das völlig unerwartet passiert. In Wiesbaden habe ich am Foto-Workshop von Syl und Emilia teilgenommen. Als wäre das nicht schon toll genug war die Location (Held am Herd)  für den Workshop der absolute Traumgarten schlecht hin. Hinter einen unscheinbaren Holztor liegt völlig unerwartet ein grüner Innenhof verborgen. Man betritt den Hof und ist sowas von baff! Rosen, Wilder Wein und jede Menge Grün ranken an den Hauswänden entlang. Fast dachte ich, ich habe den Eingang zu einer Gartenzeitschrift gefunden und hüpfe dort durch die Seiten Sabine hat hier gemeinsam mit ihrem Mann einen Ort geschaffen, an dem man selbst nur zu gerne leben möchte. Aus einem total heruntergekommenen Haus  haben die beiden etwas einzigartiges geschaffen. Das Alte wurde erhalten und durch neue Elemente betont und abgerundet. Im Hof sorgen große Pflanzkübel mit Hortensien, Lavendel, Minze und einem Olivenbaum für ein richtiges Gartenflair. Dass man in einem Hof ist vergisst man schier, wenn eine eine Prise Lavendelduft um die Nase weht. Dazu noch die perfekt ausgewählten Sitzgelegenheiten – ich wollte wirklich nicht mehr aufstehen! Mehr Worte braucht es eigentlich nicht – überzeugt euch einfach selbst. Falls ihr mal einen Ort für einen Workshop oder sowas sucht, dann fragt doch einfach mal bei HeldamHerd an. […]

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