Crêpespapier

Schade, schon wieder rum die Osterferien. Wir sind zwar nicht weg gewesen, haben es aber trotzdem sehr genossen, nicht wie üblich jeden Morgen eine Horde Kinder anzutreiben, damit sie möglichst angezogen und abgefrühstückt in die Schule kommen. Nahezu harmonisch ging es hier jeden Morgen zu und fast beängstigend still war es ein paar Tage, als die Kurzen Omi und Opa besucht haben. Nun genießen wir noch die letzten Sonnenstrahlen unter dem schicken Baugerüst, das uns die letzten Wochen begleitet hat, sind stolz, dass wir wieder ein kleines Stückchen auf der Never-Ending-Baustelle geschafft haben und lachen uns immer noch schlapp über den neuen familientinternen Gag. Der Held hatte nämlich vor Ostern wie üblich am Samstag beim Schreiben der meterlangen Einkaufsliste nach den allgemeinen Einkaufswünschen gefragt. „Brauchen wir was Bestimmtes?“ „Fehlt irgend etwas?“ Die Mädels, noch im vorösterlichen Bastelfieber, „Jaaa, du musst unbedingt Krepppapier mitbringen!!“ Der Held, in Küchendingen natürlich mit allen Wassern gewaschen, in der Bastelabteilung allerdings nicht ganz so firm, schreibt brav auf seine Liste „Crêpespapier“. Und kurz darauf brechen wir alle vor Lachen zusammen. Kann mich nicht erinnern, welches Wort mir zuletzt so viel Freude bereitet hat. Ich muss es nur lesen und fange schon wieder an zu glucksen. Herrlich.

So, jetzt aber genug der Albereien. Von Papier wird man ja nicht satt. Wir haben natürlich auch ordentlich was gegessen und getrunken, wie sich das zu Ostern gehört und wie die sanft zwickende Jeans mich leise erinnert. Bei allen am Tisch kamen die Lammfrikadellen nach einem Rezept von Donna Hay super an. Wir haben sie kombiniert mit Hummus, frischen Tomaten und Feta. Zum Reinknien.

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Der Hummus geht so:
Für ca. 6-8 Portionen:
500 g getrocknete Kichererbsen eingeweicht und gekocht (oder für so Warmduscher, wie wir es sind, einfach eine  Dose von 800 g)
300 g Tahini (Sesampaste)
370 ml frisch gepresster Zitronensaft
3 Knoblauchzehen feingehackt
60 ml natives Olivenöl
2 EL gehackte Petersilie zum Garnieren
Meersalz
Alles zusammen in den Blender geben, fein mixen, fertig. Auf einem Teller anrichten und noch ein paar ganze Kichererbsen, Oivenöl und Petersilie darübergeben.

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Die Lammfrikadellen:
65 g Bulgur
160 ml Hühnerbrühe
300 g Lammhackfleisch
1 EL Honig
1 TL fein geriebene Zitronenschale
1 TL gehackte Rosmarinnadeln
Meersalz un schwarzer Pfeffer aus der Mühle
80 g Feta grob gehackt

Den Bulgur in einer Schüssel mit der heißen Brühe übergießen und zugedeckt ziehen lassen bis die Brühe aufgesaugt ist. Dann den Bulgur mit dem Hackfleisch, Honig, Zitronenschale, Rosmarin, Salz und Pfeffer verkneten, zuletzt den gehackten Feta beifügen. Den Teig zu 6 Bällchen formen, flachdrücken und in einer beschichteten Pfanne von jeder Seite 4-5 Minuten durchbraten. Mit Fladenbrot, Hummus, frisch geschnittenen Tomaten servieren, darüber herfallen  und Niederknien.

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Comments (6)

  • Liebe Sabine,

    die Krepppapiergeschichte ist großartig!! 🙂
    Die Rezepte und deine Bilder sowieso. Dass das alles zum Niederknien geschmeckt haben muss, glaube ich dir deswegen aufs Wort!

    Liebste Grüße,
    Maria

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    • Liebe Maria, freut mich, dass es dir gefällt. Ich war ja erst was unsicher, ob das so ein Gag ist, den sonst keiner witzg findet. Aber ich schmeiß jedes mal wieder in die Ecke und musste es einfach aufschreiben. Ganz liebe Grüße und hoffentlich bis ganz bald mal wieder!

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  • Liebe Sabine,
    gerade kringel ich mich vor Lachen. Dieses Wortspiel ist GROßartig und so ganz nach meinem Geschmack 🙂 ! Als ich die Überschrift gelesen und das Bild dazu gesehen habe, dachte ich zuerst das Fladenbrot sei der Crêpe, der etwas zu lange in der Pfanne war (und vllt so dünn wie Papier gebacken wurde).
    Naja aber der Held muss ja nicht auch noch Krepp(papier) von Crêpe unterscheiden können. Er hat ja genug andere Talente!
    Mist, jetzt sind die Ferien wieder vorbei…aber unser Teffen steht noch an. Das müssen wir jetzt unbedingt mal in Angriff nehmen!
    Hab einen guten Start in die neue Woche
    Liebe Grüße
    Tanja

    P.S. Extrem cool, das mit dem Zeit-Artikel und super schön geschrieben ♥ Da wurden mal die richtigen vorgestellt 😉

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    • Liebe Tanja, also wenn du mich fragst, ist das schon jetzt mein Lieblingswort des Jahres. Ich muss es nur ansehen und fange gleich wieder an zu lachen. Mein Held lächelt souverän und freut sich mit. Nun sind die nächsten 2 Wochen wieder so vollgeballert, dass mir schon jetzt schwindelig davon wird. Aber wir schaffen das! Ich melde mich bei dir. Und schön, dass dir der Artikel so gut gefällt. „Zeit-Magazin“, klingt so richtig seriös, ne?
      Liebe Grüße von Sabine

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  • Hallo,

    Dein Mann weiß eben, wovon er spricht:
    „Krepp (von französisch la crêpe) ist ein Gewebe mit krauser, körniger Oberfläche.“

    LG
    Petra

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    • ich wusste doch, dass er ganz zum Schluss wieder Recht behalten wird, der Held 🙂

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