Grillen und Chillen im Höfchen. Teil 2.

Nun ja, so wirklich ist das bisher ja nichts mit der Grillsaison. Kaum glühen die Kohlen, muss man sich schon wieder nach drinnen verziehen, weil es regnet. Liebes Universum, das geht so nicht. Ich glaube ganz fest daran, dass uns der richtige Sommer noch bevorsteht und sich dann draußen die Tische vor lauter Leckereien biegen. Damit es nicht wieder nur Muttis guten Kartoffelsalat als Beilage gibt, stelle ich euch noch ein paar Grillbegleitungslieblinge aus der Heldenküche vor.

Da sind zum Beispiel die gebratenen Paprika mit Schafskäse und Pinienkernen. Ruck zuck zubereitet. Schmecken lauwarm oder auch kalt, wenn ein bisschen was übrig bleibt und man am nächsten Tag noch davon essen möchte.

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Paprika mit Schafskäse und Pinienkernen
3-4 rote Spitzpaprika
100 g Schafskäse
eine Hand voll Pinienkerne
1 halbes Glas trockenen Weißwein
1 bis 2 EL frischer Majoran, grob gehackt
3 bis 4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Die Pininenkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Fett golden rösten. Die Paprika in mundgerechte Stücke schneiden, in der Pfanne mit Olivenöl anbraten und wenn sie schon ein wenig Farbe angenommen haben kräftig salzen. Dann mit dem Weißwein ablöschen und ein wenig einkochen. Die Paprika sollten nicht zu weich, sondern bissfest sein. Die Pfanne von der Flamme nehmen und nun den Schafskäse direkt aus der Packung über die Paprika geben. Dazu einfach mit dem Messer die Packung teilen und dann mit beiden Händen den Schafskäse über die Paprika bröseln. Nun noch ein bisschen Olivenöl, den Majoran und die Pinienkerne dazugeben, salzen und pfeffern, fertig.

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Zu einem Superliebling hat sich der Bohnen-Bohnen-Salat bei uns entwickelt. Der stammt aus dem fantastischen Buch „Auf die Hand“ von Stevan Paul. Ich liebe dieses Buch, die Fotos sind toll, das ganze Buch sehr schön gestaltet, auf schönem Papier gedruckt und wirklich JEDES Rezept, das wir daraus gekocht haben schmeckt Bombe. (Ich hatte schon schon mal von den himmlischen Burgern berichtet, natürlich mit selbst gebackenen Buns)

Bohnen-Bohnen-Salat
250 g grüne Bohnen
1 Dose weiße Bohnen (480 g EW)
1-2 EL Weißweinessig
1-2 EL weißen Balsamico
5-6 EL Olivenöl
1 rote Zwiebel
1 kleine Möhre
1 Bund Petersilie
Salz und Pfeffer

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Die grünen Bohnen putzen, waschen, in Salzwasser bissfest kochen und in kaltem Wasser abschrecken. Die weißen Bohnen abssieben und kalt abbrausen. Grüne und weiße Bohnen abgetropft in einer Schüssel mischen. Mit dem Weißweinessig, dem weißen Balsamico und dem Olivenöl marinieren. Die Zwiebel in feine Ringe schneiden. Die Möhre schälen und fein reiben und die Petersilie hacken. Alles unter den Bohnensaat mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Wir hatten auch den Römertopf noch einmal im Einsatz. Dieses Mal hat sich der der Fenchel darin selber gemacht. Dazu  2 bis 3 Fenchel in Scheiben schneiden – je nach Größe in etwa 3 bis 4 Scheiben je Knolle – im Römertopf schichten. Butterstückchen, Salz und Pfeffer darübergeben. Zwei fein gehackte Knoblauchzehen dazugeben. Einen großzügiges Glas Noilly Prat (Wermut) oder auch trockenen Weißwein (mit einem Schuss Gin) und das Ganze im geschlossenen Römertopf für ca. 60 Minuten bei 180 Grad in den Ofen schieben. Den Ofen dafür nicht vorheizen, sonst kann der Römertopf springen. Für die letzten 15 Minuten den Deckel entfernen.

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Und jetzt noch ein richtiger Knaller zum Schluss. Ganz ehrlich, ich könnte mich reinlegen. Und zwar in gegrillte Süßkartoffeln mit Pistazien und einem Dressing aus Senf und Ahornsirup. Das Rezept haben wir mal vor Urzeiten in der Living at Home gefunden, es schmeckt wirklich fantastisch und ist ganz unkompliziert zuzubereiten.

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Süßkartoffeln mit Ahorn-Senf-Dressing und gerösteten Pistazien
Für 4 Portionen
4 längliche Süßkartoffeln (à ca. 200 g)
Salz
80 g geröstete und gesalzene Pistazien
2 Frühlingszwiebeln
1 Bund Koriander
6 EL Ahornsirup
2 EL mittelscharfer Senf
2 EL Olivenöl

Süßkartoffeln in kochendem Salzwasser ca. 20 Minuten garen. Kalt abschrecken und etwas abkühlen lassen. Inzwischen Pistazienkerne aus den Schalen lösen und grob hacken. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Korianderblätter von den Stielen zupfen. Mit Pistazien und Zwiebeln mischen. Den Ahornsirup mit Senf und Olivenöl zu einem sämigen Dressing verquirlen.

Die Süßkartoffeln längs halbieren. Mit der Schnittfläche nach unten auf den geölten Grillrost legen. Bei mittlerer Hitze 5 bis 10 Minuten grillen, bis die Süßkartoffeln warm und leicht gebräunt sind. Dann die Kartoffelhälften auf Tellern anrichten, leicht salzen und jeweils 2-3 EL Ahorn-Dressing darüberträufeln. Den Koriander-Pistazien-Mix darauf verteilen.

Ich trinke jetzt ernsthaft heißen Tee und habe dicke Socken an den Füßen. Nächste Woche möchte ich bitte klirrende Eiswürfel in einem Drink bei Abendsonne. Barfuß versteht sich.

 

Comments (3)

  • Das sieht alles so lecker aus und wenn viele Pinienkerne dabei sind kann ich sowieso nicht nein sagen 😉

    Toll!!!

    Liebe Grüße
    Benni
    http://www.gernekochen.com

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    • Wie nett von dir Benni, vielen Dank! Und ganz liebe Grüße an Theres!!

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  • Köstliche Rezepte und wunderschöne Fotos!!! Lustig das Süßkartoffelrezept hatte ich damals auch sofort aus der LIVING at HOME kopiert ;-), liebe Grüße aus Hamburg in meine alte Heimat , Bianca

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