Enten Ragù mit Kürbisgnocchi an einem herrlich gemütlichen Sonntag.

Werbung. Unser letzter Sonntag war einfach ganz herrlich gemütlich. Sehr selten kommt es vor, dass wir am Wochenende weder Besuch haben, noch eingeladen sind und auch die Kinder nicht zu Sportwettkämpfen oder anderen Aktivitäten kutschiert werden müssen. Außerdem war es wunderbar sonnig, es roch nach Frühling und alle waren von den letzten Grippe- und Schnupfenviren erlöst. Wir waren also viel draußen, haben das Höfchen aus dem Winterschlaf geweckt, Laub gefegt, die Gartenstühle rausgestellt und zur Belohnung den ersten Gin Tonic der Saison draußen gezischt. Vielleicht habt ihr ja schon auf Instagram das kleine Video dazu gesehen? Die Krönung war ein wunderbares Soulfood-Gericht, für das der Held immer mal wieder in der Küche verschwand und das während des ganzen Tages vor sich hin köchelte und einen wunderbaren Duft durchs Höfchen wehen ließ.

Enten Ragù mit Kürbisgnocchi.mov from Sabine Steffens on Vimeo.

Das Rezept ist aus einem Buch, das der Held zur Zeit sehr liebt. Er hat es zu Weihnachten schon an die anderen kochbegeisterten Herren der Familie verschenkt und alle finden es herrlich. Ehrlich gesagt hatten wir es schon einige Zeit bei uns im Regal aber der Titel hat uns irgendwie nicht so richtig abgeholt und angemacht es zu lesen. Aber nachdem der Held einmal ein bisschen darin gestöbert hat, ist er sehr verliebt. Claudio Del Principe schreibt in seinen Büchern „a casa“ und „al forno“ sehr sinnlich, begeistert und begeisternd über das Kochen, das Genießen, das Zelebrieren einer guten Mahlzeit. „a casa“ ist ein Kochtagebuch. Nicht kategorisiert nach Zutaten, sondern mit chronolgisch geordneten Gerichten, die Claudio Del Principe übers Jahr gekocht hat. Immer begleitet von einer kleinen Geschichte und sehr ästhetischen Fotos. Man spürt in jedem Rezept die Geduld, Sorgfalt und Liebe, die darin steckt. Die Begeisterung für mit Achtsamkeit und Sorgfalt zubereitete Speisen.“al forno“ enthält Rezepte von Gemüse über Pasta, Fisch, Fleisch, Gebäck bis zu Süßem und Snacks, die alle im Ofen zubereitet werden. Unkompliziert. Überraschend. Unwiderstehlich gut.

Also ganz perfekt passend zu unserem Sonntag. Wenn ihr euch auch einmal so einen Sonntag gönnen wollt und das perfekte Essen dafür sucht, hier kommt das Rezept für Entenragù mit Kürbisgnocchi.

Kürbisgnocchi
1 kg Kürbis gebackern
feines Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Eier
ca. 300 g italienisches Weißmehl Typ 00 (ersatzweise Mehl Typ 405, Weißmehl)
50 g Butter
8 frische Salbeiblätter
geriebener Parmesan, Pecorino oder Ricotta affumicata zum Servieren

Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kürbis halbieren und in etwa 5 cm dicke Segmente schneiden. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Im Ofen rund eine Stunde backen, bis die Ränder des Fruchtfleischs dunkelbraun sind. Den Kürbis nach dem Backen etwas auskühlen lassen, dann mit einem Löffel die Kerne entfernen und das weiche Fruchtfleisch von der Schale abstreifen. In eine Schüssel geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Eier untermischen und so viel Mehl dazugeben, bis ein weicher Teig entstanden ist.

Hier kommt die fabelhafte italienische Mengenangabe quanto basta zum Zug: Man gibt einfach so viel Mehl dazu, bis die Konsistenz stimmt. Der Teig muss auch nicht geknetet werden, man kann ihn gut in der Schüssel zusammenfügen, indem man mit einem Löffel das Mehl untermengt; erst am Schluss mit der flachen Hand den Teig zusammendrückend zu einer Kugel formen. Das Wichtigste aber ist, den Teig abzudecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen zu lassen. Dabei wird er kompakt und lässt sich leicht ausrollen.

Auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche den Teig zu Rollen von ca. 1 cm Durchmesser formen und diese in 1,5 cm lange Stücke schneiden. Die Gnocchis bemehlen, damit sie nicht aneinander kleben.

Die Gnocchis in leicht siedendem Salzwasser kochen, bis sie obenauf schwimmen. Inzwischen in einer Pfanne Butter schmelzen, mit frischen Salbeiblättern aromatisieren. Die Gnocchi mit einem Schaumlöffel direkt in die Pfanne schöpfen, in der aromatisierten Butter durchschwenken und in Teller verteilen. Werden die Gnocchis allein und nicht als Beilage serviert, geriebenen Parmesan, Pecorino oder Ricotta affumicata dazu reichen.

 

Enten Ragù

2 Entenbrüste
feines Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl extra vergine
1 Karotte, sehr klein gewürfelt
1 Stange Staudensellerie, sehr klein gewürfelt
1 Zwiebel, sehr klein gewürfelt
1 EL Tomatenpüree
100 ml Marsala
200 ml Rotwein
200 ml Hühnerbrühe
1 kleines Bund glatte Petersilie, fein geschnitten

Die Fettschicht von den Entenbrüsten ablösen, klein schneiden in eine kalte Bratpfanne geben und bei mittlerer Hitze auslassen.
Das Fleisch kleinschneiden oder grob wolfen.
Die knusprigen Fettstückchen aus der Pfanne heben, ebenfalls kleinschneiden und beiseite stellen, sie kommen danach in die Soße.
Das Fleisch bei mittlerer Hitze im ausgelassenen Entenfett anbraten, salzen und pfeffern. Warten, bis die ganze Flüssigkeit verdampft ist und es anfängt zu zischeln, herausheben und beiseitestellen.
Etwas Olivenöl in die Pfanne geben und das Gemüse 10 Minuten darin weich schmoren. Das Tomatenmark dazugeben und etwas mitrösten. Mit dem Marsala ablöschen und diesen fast ganz verdampfen lassen. Den Rotwein angießen und auf die Hälfte reduzieren.
Nun das Fleisch samt knusprigen Fettstückchen und die Hühnerbrühe dazugeben, zudecken und 1 Stunde bei kleiner Hitze simmern lassen. Zum Schluss die Petersilie einstreuen.
Das Ragù mit den fertig gegarten Kürbis-Gnocchi und etwas von dem Gnocchi-Kochwasser in eine Schwenkpfanne geben und so lange bei mittlerer Temperatur schwenken, bis die Gnocchi mit Soße umhüllt sind. Auf Teller verteilen und nach Belieben mit Parmesan bestreuen.

 

Comments (4)

  • Was für ein wunderschönes Gericht. Ente steht auch bei uns schon lange mal auf der Liste. Aber irgendwie hat es noch nie geklappt. Da müssen wir uns ganz bald mal ranwagen. Mir schwebt ein Burger mit „Pulled Duck“ vor.

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    • Pulled Duck Burger hört sich fantastisch an. Sag Bescheid, wenn ihr das kocht, wir wären rein zufällig in der Nähe 🙂

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  • Liebe Familie Held, ich habe gestern Abend auf dem Hessischen Fernsehen den Beitrag gesehen und war vollkommen begeistert, von Ihrem Hof, den Speisen und einfach von allem was ich sehen konnte. Dies entspricht auch meinem Geschmack und meiner Lebensweise. Es hat mir sehr gut gefallen. Kompliment! Die Menschen, die zu Ihren Freunden zählen können sich glücklich schätzen. 🙂

    Viele Grüße Enza Ober

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    • Vielen lieben Dank für den netten Kommentar. Es freut uns sehr, dass Ihnen unser kleines Höfchen so gefällt. Wir lieben es auch sehr und freuen uns schon jetzt auf die kommenden Sonnenstunden, wenn es endlich wieder wärmer wird und wir die Abende wieder draußen verbringen können. Am liebsten natürlich gemeinsam mit lieben Freunden 🙂 Herzliche Grüße aus dem Höfchen von Sabine & Held

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