Der Held hat eine Neue.

Der Held lebt ja als einsamer Mann nur unter Frauen. Wir haben drei Töchter und auch der Hund ist ein Mädchen. Seiner großen Leidenschaft, dem Kochen, geht er hier auch ziemlich einsam nach. Ich genieße zwar jedes seiner wunderbaren Gerichte, die er kocht, fotografiere die mit großer Leidenschaft und freue mir einen Ast ab, wenn ich daraus Blogbeiträge schreiben kann. Ich mache auch die niederen Küchenschabendienste wie schnibbeln, Küche putzen und so, aber im Zusammenstellen der Menuplanung oder auch beim Einkaufen halte ich mich doch dezent zurück. Ich finde Einkaufen furchtbar, das dauert alles so lange. Zeit, in der mir tausend andere Sachen einfallen, die ich machen könnte. Und auch beim Planen des Essens bin ich keine große Inspiration für den Helden. Ich bin gerade mit den allereinfachsten Dingen rundum zufrieden, wenn sie frisch und mit Liebe zubereitet sind. Buntes Gemüse mit Kräutern fein gewürzt, ab in den Ofen und schon bin ich im Himmel. Klar, dass der Held da auswertige Inspirationsquellen braucht und das war bislang ganz oft Donna. Donna Hay  ist eine Kracherfrau, die tolle Rezepte kreiert, wunderschöne Kochbücher schreibt und auch noch so herrlich sympathisch aussieht. Da sie am anderen Ende der Welt wohnt, habe ich auch kein Problem damit, dass Donna mit all ihren Büchern hier eine Menge Platz einnimmt und der Held auch einige Zeit mit ihr verbringt. Also mit den Büchern natürlich.

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Aber jetzt hat der Held eine Neue. Die heißt Barbara Bonisolli, ist Foodfotografin, mehrfache Kochbuchautorin und lebt auf dem Land nahe München. Keine Ahnung, warum wir bisher keins ihrer Bücher hier bei uns hatten aber nachdem der Held sie entdeckt hat, steckt seine Nase ständig in ihrem Buch „Das vegetarische Kochbuch“. Ich hab auch schon reingeblinzelt und bin sehr verliebt in die Fotos und in den ganzen Lebensstil. Da wird das Gemüse selbst angebaut, saisonal gekocht und alles ist so herrlich entspannt aber auch von einer unkomplizierten Eleganz. Anbauen fände ich auch viel toller als Einkaufen gehen und ich überlege schon, wo wir im Höfchen noch Beete unterbringen können. Da eigenes Gemüse so auf die Schnelle natürlich nicht  zu organisieren ist, habe ich den Helden ausnahmsweise bei seinem Rundgang auf dem Markt begleitet. Voller Vorfreude auf ein feines Gericht aus dem schönen Buch war das auch gar nicht so schlimm. Und wenn ich mich mit meiner Kamera beschäftigen kann, während der Held seinen Smalltalk mit den Marktfrauen macht, sind doch alle glücklich. Wir waren übrigens auf dem Mainzer Markt unterhalb des Doms.

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Voll bepackt sind wir dann wieder heim und der Held hat uns ein feines Ratatouille nach einem Rezept aus dem Buch gekocht. Ratatouille ist ganz genau die Art von Gericht, die ich besonders liebe. Einfach in der Zubereitung aber trotzdem besonders durch den Eigengeschmack jeder Gemüsesorte.

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Dass das Gemüse dafür auf jeden Fall einzeln zubereitet wird, ist ganz wichtig für den Geschmack. Dass es aber aber auch einzeln  und nicht durchgemischt serviert wird und sich so jeder seine besondere Lieblingsmischung auf dem Teller anrichten kann, ist eine so simple und wundervolle Idee von Barbara, dass das ab heute hier auch immer so gemacht wird.  Neben Donna ist jetzt also auch Barbara ein fester Bestandteil der Heldeninspiration.

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Ratatouille Rezept für 4 Portionen
1 Zucchini
1 Aubergine
1 Paprika
1 EL gehackte Petersilie
1 EL gehackter Rosmarin
1 EL gehackter Thymian
300 g Cocktailtomaten
3 frische Knoblauchzehen
5 cm frischr Meerrettich
1 Handvoll Basilikum
7 EL Olivenöl zum Ausbraten
Salz, Pfeffer
1 EL Muscovadozucker

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Zucchini, Aubergine und Paprika waschen und in sehr kleine Würfel schneiden – nicht mischen. Kräuter waschen, trocken schütteln, und hacken. Tomaten vierteln.
Knoblauch schälen und hacken. Meerrettich schälen und grob raspeln. Basilikumblätter zupfen.

In einer Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen und die Zucchiniwürfel scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss die Petersilie unterziehen und in eine Schüssel geben. In derselben Pfanne wieder 2 EL Olivenöl erhitzen. Die Auberginenwürfel zusammen mit dem Rosmarin scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auch in eine Schüssel geben. Ebenso die Paprikawürfel mit dem Thymian anbraten, abschmecken und in eine Schüssel geben. In der Pfanne 3 EL Olivenöl erhitzen, Knoblauch mit dem Zucker golden anbraten, Temperatur hochfahren und die Tomaten dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ein paar Mal durchschwenken und vom Herd nehmen, Basilikum und Meerrettich unterziehen. Auch in ein Schälchen geben und das lauwarme Gemüse zusammen mit frisch aufgebackenem Brot servieren.

Wir hatten noch Oliven, gebratene Zwiebeln und Humus dazu, das könnt ihr einfach nach Kühlschrankinhalt zusammenstellen, wie es gerade passt.

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Und wenn  eure kochenden Helden zu Hause mal eine Neue brauchen, empfehle ich voller Begeisterung Barbara.

Comments (6)

  • Liebe Sabine, das sieht ganz wunderbar aus – so schmeckt der Sommer! Und ein kleines Plätzchen muss ich wohl für Barbara frei machen … Ich wünsche dir einen genussvollen Sonnentag! Liebe Grüße Jutta

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    • Vielen lieben Dank, liebe Jutta. Freue mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt. Und empfehle ganz dringend ordentlich Platz zu machen für Barbara, die kann was.

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  • Liebe Sabine,
    was für wundervolle appetitanregende Fotos! Mit so schönem Gemüse kann man Sommer auch geniessen, wenn er etwas verregnet ist.
    Wir haben gerade Zucchini- und Bohnenschwemme…. Kulinarische Grüße an die ganze Heldenfamilie von Nina

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    • Danke liebe Nina, ich freu mich sehr, dass dir die Fotos gefallen. Und biete mich mit der ganzen Sippe jederzeit an, um Gemüseschwemmen jeder Art zu vernichten 🙂 Ganz liebe Grüße von Sabine & Co.

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  • Leuk!! Ich hab das Buch auch schon. Sehr sehr schön. Aber bisher zum streicheln und blättern, für die 7,5 qm Küche ist es mir noch zu schade. Die Angst, dass es Spritzer abkriegt zu groß. Noch ernten wir nur Tomaten, die wir direkt essen. Und heute wurden wilde Pflaumen heimgeholt. Und das Buch hat mich überzeugte: im nächsten Jahr wird die Vielfalt im Beet wieder größer. Denn die Autorin macht nicht nur Lust auf kochen sondern auch aufs gärtnern… Grüße aus dem Ländle, H.

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    • Bei uns gibt es gar keine Bücher ohne Spritzer und Flecken 🙂 Und den Anbau von Gemüse macht einen dieses Buch wirklich schmackhaft. Sind also demnächst auch noch Matschflecken auf den Seiten. Liebe Grüße von Sabine

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