Teatime mit Crumble, Scones und Sandwiches.

Enthält Werbung. Beim Übergang vom Sommer zum Herbst werde ich immer ein bisschen traurig, dass wir nicht mehr so viel draußen im Höfchen sitzen können und bei diversen Grillgelagen an den langen Tischen mit netten Menschen viele schöne Stunde verbringen können. Wenn es kalt ist, müssen wir unsere Gästezahl ein wenig beschränken, denn innen haben wir kleine verwinkelte Räume und müssen uns an einen kurzen Tisch quetschen.

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Der großen Familie ist das egal. Die wuseln sowieso mit in der Küche rum oder nehmen dicke Jacken mit, wenn wir zum Beispiel Weihnachten mit 30 Mann in der Scheune feiern. So haben wir zuletzt den Geburtstag eines Heldenbruders mit einer schönen Teatime gefeiert und konnten dabei gleich mal den schicken Wasserkessel und die kleinen ofenfesten Formen von Kitchen Aid testen. Die Cousine aus London hatte ich noch extra gefragt, wie man denn so eine klassische Teatime zelebriert und was man dazu isst.

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Scones sind dabei ganz weit vorn. Die habe ich gleich mal an die Schwägerin delegiert, die hier bitte sehr betonen möchte, dass sie beim Backen zum ersten Mal in ihrem Leben das Mehl GESIEBT hat. Ich finde, das sieht man den Scones auf jeden Fall an. Niemals wären die so schön geworden, hätte sie auf das Sieben verzichtet. Saulecker waren die außerdem. Mit Frischkäsesahne und selbstgemachter Erdbeermarmelade.

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Auch das große Tochterkind hat ein paar Scones gemacht. Allerdings den großen Fehler begangen, wegen Zeitmangels das Zubereiten der Crème ihrer Mutter anzuvertrauen, die dabei leider versagt hat und die Creme viel zu flüssig gerührt hat. Geschmeckt haben sie trotzdem ganz wunderbar.

Außerdem muss es zur Teatime feine Sandwiches ohne Kruste mit diversen Belägen geben. Das haben wir einfach ein bisschen rustikaler interpretiert. Das Brot war dunkel, mit Kruste und feist mit leckerem Lachstartar oder einer Thunfischcrème bestrichen. Außerdem ein paar Vollkorntoasts mit Gorgonzola und Walnüssen, die ich ganz besonders empfehle, auch wenn man nicht so der Gorgonzola-Liebhaber ist.

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Frisch aus dem Ofen kamen noch ein paar kleine Schälchen Pflaumencrumble hinzu. Könnte ich immer essen und schmeckt auch jedesmal ein bisschen anders, je nachdem welche Nüsse und Kerne gerade so da sind oder welches Obst noch so rumliegt.

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So ließ sich der Sonntag herrlich aushalten. An den Tisch gequetscht, mit mehlsiebender Schwägerin, manikürtem Handmodell, das direkt eingespannt wurde Teetassen zu halten und Scones zu beschmieren, gemütlich pfeifenden Teekessel auf dem Herd und vielen köstlichen Leckereien. Bei dem Wasserkessel habe ich mich anfangs gefragt, ob man so was braucht. Kurz vor Lieferung des Kessles ist dann unser elektrischer Wasserkocher gestorben und ich muss sagen, dieser Kessel steht jetzt einfach dauerhaft auf dem Herd und ist mehrfach täglich in Gebrauch. Irgendwie viel hübscher, wenn das Wasser auf der Flamme kocht und einem zupfeift wenn es sprudelt.

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Jetzt bin ich auf die kalte Jahreszeit eingegroovt und freue mich auf gemütliche Stunden in dicken Decken am Kamin, mit Tee, heißen Suppen, Keksen und deftigen Gerichten.

Bis dahin könnt ihr die Zeit mit viel Tee und noch mehr Leckereien überbrücken. Die Rezpte lasse ich euch mal alle hier:

 

Scones mit Frischkäsesahne (nach einem Rezept aus der essen & trinken)
400 g Mehl
3 TL Weinsteinbackpulver
Salz
100 g Butter (kalt)
3 EL Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
200 ml Buttermilch
5 EL Milch
200 ml Schlagsahne
175 g Doppelrahmfrischkäse

Mehl, Backpulver und 1/4 Tl Salz in einer Schüssel mischen. Butter in kleine Würfel schneiden, zugeben und mit den Händen zu Streuseln verkneten. 1 El Zucker und Vanillezucker unterarbeiten. Buttermilch zugeben und mit den Händen kurz zu einem glatten Teig verkneten. nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh.

Ofen auf 220 Grad (Umluft 200 Grad) vorheizen. Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche
geben und mit den Händen zu einer 2 1/2 cm dicken Fläche drücken. Mit einem immer wieder in Mehl getauchten Glas (5 cm Ø) dicht an dicht Taler ausstechen. Glas beim Ausstechen nur nach unten drücken und nicht drehen, sonst verziehen sich die Scones. Teigreste kurz zusammenkneten, in Form drücken und ausstechen. Scones auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Milch bestreichen und mit dem restlichen Zucker bestreuen.

Im heißen Ofen in der Ofenmitte 12-15 Min. hellbraun backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen. Sahne steif schlagen. Frischkäse glatt rühren und die Sahne mit einem Teigschaber kurz unterheben.

Scones halbieren und mit Erdbeermarmelade und Frischkäsesahne servieren.

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Pflaumencrumble
500 g Pflaumen oder Zwetschgen
1 TL Zimt
100 ml Apfelsaft
80 g Nussmischung
125 g Mehl
80 g braunen Zucker
75 g flüssige Butter

Die Pflaumen waschen, entkernen und in Viertel oder Achtel schneiden. Zusammen mit dem Zimt und dem Apfelsaft in einen Topf geben und ca. 10 Minuten köcheln. Die Nussmischung mit dem Mehl und dem braunen Zucker vermischen, die flüssige Butter darübergeben und alles durchrühren. Die Pflaumen auf die Schälchen verteilen, die Nuss-Mehl-Zucker-Butermischung darübergeben und für ca. 20 Minuten auf mittlerer Schine bei 175° Umluft backen.

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Sandwich mit Gorgonzola und Walnüssen (ein Rezept aus der „Lecker“)
8 Scheiben  Toastbrot
2 EL  weiche Butter
100 g  Walnusskernhälften
200 g  Gorgonzola Käse mild
1–2 TL  Speisestärke
200 ml  Crème fraîche
Salz
Pfeffer
30 g Rauke
4 Scheiben Schinken

Toastscheiben von je einer Seite dünn mit Butter bestreichen. Nüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und fein hacken. In einem Topf Käse, Stärke und Crème fraîche unter Rühren 1–2 Minuten köcheln lassen. Creme mit Salz und Pfeffer würzen

Rauke waschen, trocken schütteln. Creme auf die ungebutterte Seite von 4 Toastscheiben streichen. Mit den gemahlenen Nüssen bestreuen. Darauf Rauke, eine gefaltete Scheiben Schinken und weitere Scheibe Toast geben, mit der gebutterten Seite nach außen.

Sandwiches in einer beschichteten Pfanne portionsweise ca. 5 Minuten braten bis sie goldbraun sind. Herausnehmen, in Dreiecke schneiden und sofort servieren.

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Kardamom Scones mit Mandelcreme (ein Rezept aus der „Living at Home“)
7 Kardamomkapseln
240 g Mehl
3 Tl Backpulver
50 g Zucker
Salz
50 g Butter
150 ml Milch
1 Eigelb
150 g Mascarpone
100 g weißes Mandelmus
130 g Pflaumenmus
2 Tl Orangenschale

Kardamomkapseln im Mörser leicht zerstoßen, Schalen entfernen, dann die schwarzen Samen fein zermahlen. Mehl, Kardamom, Backpulver, 30 g Zucker und 1 Prise Salz in einer Schüssel mischen. Butter in Flöckchen dazugeben. Alles mit den Knethaken des Handrührers kurz zu Bröseln verkneten. Milch zufügen und zu einem glatten, recht klebrigen Teig verkneten.

Ofen auf 220 Grad (Umluft 200 Grad) vorheizen. Teig auf einer großzügig bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen ca. 2 cm dick platt drücken. Mit dem Ausstecher oder einem Glas Kreise ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Oberseite der Kreise mit verquirltem Eigelb bestreichen. Scones auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten goldbraun backen.

Mascarpone und 2 El Zucker mit dem Schneebesen cremig rühren. Mandelmus unterrühren. Plaumenmus mit der Orangenschale verrühren. Beide Toppings zu den noch warmen Scones servieren.

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Das Rezept für den Lachstartar habe ich letztes Jahr zu Weihnachten schon einmal gepostet, du findest es hier. Die Thunfischcrème ist ein Alltime Favorite hier bei uns und ich frage mich gerade, warum sie es noch nicht auf den Blog geschafft hat. Jetzt aber.

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Thunfischcrème
3 El Mayonnaise (selbstgemacht nach diesem Rezept oder aus dem Glas)
3 EL Joghurt
4-5 kleine süß-sauer eingelegte Gurken
1 TL Kapern
3 hart gekochte Eier
280 g Thunfisch in Öl
1-2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
Worcestershire-Sauce
Mayonnaise mit dem Joghurt vermischen. Klein geschnittene Gurken und Kapern hinzugeben. Das Öl vom Thunfisch abschütten, Die hart gekochten Eier mit einer Gabel zerdrücken und alles zusammenmischen. 1-2 Knoblauchzehen hineinpressen und mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Worcestershire-Sauce abschmecken. Wer mag, kann auch ein wenig milden roten Curry hinzugeben. Die Brote großzügig mit der Crème bestreichen, zusammenklappen und in Hälften schneiden.

Den Lachstartar haben wir im letzten Jahr zu Weihnachten in Avocadohälften gefüllt, aber zusammen mit Mayonnaise auf rustikalem Brot hat das auch ganz herrlich geschmeckt.

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Weihnachten rückt übrigens dieses Jahr die große Famile nicht in die Scheune ein. Wir fahren alle zusammen in die Berge, belagern eine große Hütte mit 30 Personen, die Männer werden stundenlang in der großen Küche werkeln, die Kinder toben sich im Schnee aus und ich bin mit einem Glas Wein am Feuer zu finden. Vielleicht nehme ich euch ja ein bisschen mit, mal sehen.

Gemütliche Grüße aus dem Höfchen.

Comments (2)

  • Liebe Sabine, solche Bilder lassen mich doch auch etwas versöhnlich mit den kälteren Jahreszeiten werden! Und die Webung war auch ganz dezent 😉 Liebe Grüsse und ja, bitte Hütten – Feuer – Weinglas – Fotos! Miuh

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    • Liebe Miuh, den Werbehinweis muss man halt ordentlich da oben dranschreiben, sonst gibt’s Ärger. Aber ich würde natürlich nichts schreiben, was ich nicht auch genau so meine. Und ich nehme dich dann gerne mit auf die Hütte und stöbere im Tausch in deinen Fernreisebildern. Herrlich sieht das aus! Liebe Grüße von Sabine

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