Ein Wochenende im Paradeis von Alois Lageder.

Am letzten Wochenende durfte ich gemeinsam mit dem Helden in das Südtiroler Wein-Paradeis des Weingutes Alois Lageder reisen. Gemeinsam mit vielen anderen internationalen Gästen besuchten wir die Summa 2017, eine ganz besondere Weinmesse, die von Winzerlegende Alois Lageder vor 20 Jahren initiiert wurde und auf der über 80 Spitzenweingüter aus Deutschland, Italien, Österreich, Frankreich und Übersee ihre besten Weine präsentierten.

Über 80 Winzer stellen ihre feinsten Weine auf der Summa 2017 vor.

Zum 20jährigen Jubiläum der Summa gab es am Samstag ein Walking-Wine-Dinner, organisiert von „CARE’s – The ethical Chef Days“, der Initiative von Sternekoch Norbert Niederkofler und sechs weiteren internationalen Spitzenköchen. Im Innenhof des Tòr Löwengangs gab es bei Livemusik köstliche Aperitifs und die ersten Weißweine des Abends. Später ging es zu Fuß zu dem nur wenig entfernten Casón Hirschprunn, einem alten Gut aus dem 11. Jahrhundert, das sich auch im Besitz der Familie Lageder befindet und in dessen Innenhof die Weinschänke Paradeis ihrem Namen alle Ehre macht.

Durch ein großes Tor tritt man durch einen langen mit Fackeln ausgeleuchteten Gang in den Hof mit wirklich ganz paradiesischer Atmosphäre. Alte Bausubstanz liebevoll in Szene gesetzt mit verwunschener Bepflanzung und atmosphärischer Beleuchtung. An vielen Ecken wurden weitere Weine ausgeschenkt bis es für zwei Gänge zum gesetzten Essen in verschiedene Räume rund um den Hof ging. Das Dessert gab es zum Abschluss wieder draußen und dort konnten wir den außergewöhnlich warmen Frühlingsabend noch lange verbringen, tolle Menschen treffen, den Küchenchefs bei der hochprofessionellen Arbeit zusehen und die besondere Stimmung genießen.

 

Am nächsten Tag waren alle 80 Winzer mit ihren besten Tropfen in den unzähligen Zimmern der beiden historischen Familienpalais Ansitz Löwengang und Casón Hirschprunn vertreten. Es gab verschiedene Führungen und Vorträge und ich wusste nicht ganz genau ob ich mehr über die wunderbaren Weine oder über den zauberhaften Charme jedes einzelnen Zimmers staunen sollte. Es fanden lebhafte Gespräche statt, die gemeinsame Freude am Genuss verbreitete eine herrlich entspannte Stimmung. Das mag auch an der natürlichen Beschwingtheit gelegen haben, die sich so einstellt, wenn man schon ab 10.00 Uhr morgens die ersten feinen Tropfen probiert. Der strahlende Sonnenschein passte auf jeden Fall ganz perfekt dazu.

Am Vortag herrschte noch himmlische Ruhe im Paradeis. Zur Summa tummelten sich 1400 internationale Gäste hier und im Tòr Löwengang.

Mit der Pferdekutsche sind wir in die Weinberge gefahren und Betriebsleiter Johann Ranzi hat uns fachkundig über den demeter-zertifizierten Weinbau aufgeklärt. Die Liebe zu seinem Beruf war deutlich zu spüren. Und das Anliegen, sein Wissen mit allen interessierten Partnern zu teilen. Ganz am Anfang der Umstellung zum biologisch-dynamischen Weinbau wurde Alois Lageder noch belächelt, heute zeigt sich wie richtig seine Entscheidung war. Die Qualität des Bodens in seinen Lagen ist hervorragend, er wird von einer großen Zahl Regenwürmer krümelig und locker gehalten, was das zusätzliche Bewässern nahezu unnötig macht. Die Rebstöcke sind resistenter gegen Krankheiten und tragen Früchte besonderer Qualität. So macht man Spitzenweine, nicht gegen die Natur sondern in Symbiose mit den Naturkräften.

Betriebsleiter Johann Ranzi (unten links) hat uns fachkundig über den demeter-zertifizierten Weinbau aufgeklärt.

Auch im Weinkeller wird auf schonende Verarbeitung und Nachhaltigkeit größten Wert gelegt. Aus einer Photovoltaikanlage wird ein Teil des benötigten Stroms gewonnen, die offene Bergwand, an die sich der Weinkeller schmiegt sorgt für Lüftung und Kühlung. Überall finden sich Kunstwerke, nicht nur historische auch viele zeitgenössische Kunst, die Alois Lageder sehr am Herzen liegt. Eine Musikinstallation von Mario Airò bei den Weinfässern, schwarze Granittafeln mit Sternbildern des Konzeptkünstlers Matt Mullican oder der Querschnitt dreier verschiedener Bodenarten in großen Glasquadern von Philipp Müller.

Am Nachmittag hat uns Alois Lageder persönlich durch eine Vertikalverkostung des Cor Römigberg geführt. Dem „Herzstück“ seiner Weine. Was für ein cooles Gefühl muss das sein, die „Ernte“ seiner Arbeit schmecken zu können, sie mit internationalen Gästen zu teilen, ihnen von der Leidenschaft und auch dem Weg bis dahin zu erzählen und dieses Wissen und den Besitz seit Generationen in der Familie weitergeben zu können.

Alois Lageder persönlich führte uns sehr charmant durch die Vertikalverkostung.

 

Wir werden mal eine Menge Helden-Rezepte hinterlassen und von dem ein oder anderen Fest im Höfchen können wir berichten, guten Wein trinken wir auch jede Menge, fehlt nur noch so ein kleiner Weinberg….

 

Schön, dass du bis hierher gelesen hast. Oder zumindest eine Menge Bilder angeschaut hast. Ich konnte mich dieses mal nicht beherrschen und musste einfach so viele wie möglich in diesen Post stecken. Da war jeder Winkel so traumhaft schön.

 

Ich danke Gourmet Connection und dem Weingut Alois Lageder für diese fantastische Einladung:

Kommentare (4)

  • Liebe Sabine!
    Deine schönen Bilder schau ich immer gern. Vor Allem, weil auf jedem etwas Neues zu sehen ist. Ich war auch eingeladen, konnte aber leider nicht.
    Jetzt bedaure ich das noch mehr… Super, dass Ihr so eine tolle Zeit hattet!
    Weinselige Grüße von Nina
    ( bei uns geht’s nächste Woche auf eine Weinreise ins Veneto)

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    • Ninaaaa, das wär ja der Hit gewesen, wenn wir uns da getroffen hätten!!! Aber ins Veneto ist natürlich auch nicht schlecht…. du brauchst doch eine Fotografin an deiner Seite, das spüre ich 🙂 Liebe Grüße!!!

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  • Ja, das wäre toll gewesen- wenn wieder mal so eine Einladung kommt, telefonieren wir! Jetzt wünsche ich Euch schöne genussvolle Ostern

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    • Das machen wir!! Euch auch ein wundervolles Osterfest!

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