Heldenherz-Gerichte. Heute mit Clara von tastesheriff.

In dieser Rubrik geht es um herzerwärmende Gerichte. Gerichte, die wir besonders mögen, die eine besondere Person für uns gekocht hat oder die wir mit einem schönen Erlebnis verbinden. Dabei muss es keine hochkomplizierte Küche sein, ganz im Gegenteil, oft sind doch die richtig einfachen Dinge immer wieder die Besten. Hier will ich sie euch vorstellen. Und natürlich auch die verschiedenen Menschen, die diese Gerichte mit uns teilen möchten. Denn wo finden die spannendsten Gespräche statt, die schönsten Stunden mit lieben Menschen? Wo kommen uns die inspirierendsten Ideen? Wo können wir auch nicht so fröhliche Stunden am besten aushalten und neue Kraft finden? Am Tisch mit einem wärmenden Essen. Also setzt euch dazu, wir rücken zusammen und hören mal, was die liebe Clara uns heute erzählt.

Clara schreibt auf ihrem sehr erfolgreichen Blog tastesheriff als Interior Stylistin, Selbstständige, Frau, Mutter, Mensch, Genießerin, Bloggerin, Fotografin, Autorin, Entscheiderin, Macherin, Shopaholic und beste Freundin.

Gemeinsam mit Ricarda von 23 QM Stil ist sie das Powerfrauenduo der Blogst, mit dem sie zahlreiche Workshops, Bar Camps und Konferenzen rund ums Thema Bloggen anbieten.

Liebe Clara, was hast du uns Leckeres mitgebracht?

Ich freue mich sehr, bei den Heldenherz-Gerichten mit dabei zu sein! Und im Gepäck hab ich ein Rezept aus meiner Heimat! Einer Trümmertorte!

In Nordfriesland isst man gerne Torte! Und meistens nicht nur ein Stück. Als meine Mutter als Zugezogene zum ersten Mal beim Kaffeeklatsch bei ihrer neuen Nachbarin war, taten sich die anwesenden Damen alle 3-4 Stücke Torte auf. Mit offenem Mund konnte meine Mutter die Situation kaum fassen.

Eins dieser Rezepte ist die Trümmertorte. Eine Torte, die aus zwei identischen Böden besteht und durch die Baiserhaube den Namen bekommt. Gefüllt wird sie mit frischen Beeren, Mandarinen aus der Dose (nicht mein Favorit) oder auch mal mit anderen Früchten wie Rhabarber oder Stachelbeeren.

Ich habe das Rezept bereits mehrfach auf meinem Blog gezeigt und vor ein paar Wochen hab ich bei unserem Narzissenfest im Haus und Garten meiner Mutter auf Hof Hilligenbohl 20 Trümmertorten pro Tag gebacken. also 60 an der Zahl. Man könnte sagen ich bin Trümmertortenprofi.

Passend zur Rhabarberzeit verrate ich Euch heute das Rezept mit Rhabarberfüllung. Statt der Rhabarberschicht kann man aber auch ganz einfach 300 g frische Erdbeeren unter die Sahne heben. Das ist die Lieblingsvariante unserer Familie.

Zutaten (ACHTUNG – man braucht 2 gleich große Springformen)

125 g Butter
125 g Zucker
150 g Mehl
4 Eigelb
1 Pck. Vanillezucker
2 TL Backpulver
3 EL Milch
Fürs Baiser:
200 g Zucker
4 Eiweiß

Für die Rhabarber Schicht:
300 g Rhabarber
1 Paket Vanillepudding
2 EL Zucker
etwas Flüssigkeit

Für die Füllung:
400 g Schlagsahne

Zubereitung:

  1. Die 2 Springformen fetten und den Backofen bei 200° C vorheizen.
  2. Aus Butter, Zucker, Mehl, Eigelb, Vanillezucker, Backpulver und Milch einen Rührteig herstellen und jeweils eine Hälfte in die Springformen geben und glattstreichen.
  3. Eiweiß zu Eischnee schlagen und den Zucker unterrühren bis eine fluffige Baisermasse entstanden ist. Diese wieder halb halb in den Springformen verteilen und nacheinander (oder bei Umluft zeitgleich) 20 bis 25 min backen. Danach abkühlen lassen.
  4. In der Zwischenzeit den Rhabarber putzen und klein schneiden. In einem kleinen Kochtopf mit etwas Flüssigkeit weich köcheln und dann das Puddingpulver und den Zucker (mit etwas Wasser angerührt) hinzugeben. Abkühlen lassen.
  5. Die Sahne schlagen und dann mit dem Tortenbau beginnen. Die unterste Schicht ist das Resultat aus einer Springform. Dann kommt darauf die Schicht mit dem Rhabarberpudding. Darauf wird eine Schicht Sahne aufgetragen und obendrauf kommt der zweite fertig gebackene Teig-Baiser-Boden. Fertig! Und dann wird fröhlich losgetrümmert!

Inzwischen sind meine Nichten und Neffen auch große Trümmertorten Experten und so haben wir beim Narzissenfest bis in die Nacht hinein gebacken. Es lebe der Umluftherd, damit 2 Böden gleichzeitig in den Ofen passen.

 

Wer jetzt noch mehr über Clara erfahren möchte, besucht sie sehr gerne auf Ihrem Blog tastesheriff oder auch auf der Blogst-Netzwerkseite, die sie zusammen mit Ricarda ins Leben gerufen hat. Hier könnt ihr euch auch für ganz viele wunderbare Workshops rund ums Thema Bloggen anmelden. Außerdem findet der alljährliche Krimi um die heiß begehrten Blogst-Konferenz-Karten dort statt und hält halb Bloggerhausen in Atem.
Oder ihr schaut euch die Fotos auf Instagram oder die vielen wunderbaren Boards auf Pinterest an.
Oder ihr lasst einen Daumen auf ihrer Facebookseite.

Es war mir eine besondere Freude, liebe Clara, dass du diese Torte, die ihrem Namen alle Ehre macht, hier geteilt hast.

 

Willst du vielleicht auch ein Heldenherz-Gericht hier teilen? Fühl dich sehr gerne eingeladen. Schick mir deine Geschichte und dein Gericht. Erzähl mir, was es so besonders für dich macht. Und ich teile es in regelmäßigen Abständen gerne hier in dieser Rubrik. Du musst dafür natürlich keinen Foodblog haben. Ich freu mich drauf.

Schön, dass du hier warst.

Kommentare (2)

  • Diese Torte kenne ich von meiner Schwiegermutter aus dem Hunsrück unter dem Namen (warum auch immer) „Schwimmbadkuchen“. Sie ist in der ganzen Hunsrücker Verwandschaft sehr beliebt und wird meist mit frischen Himbeeren in der Sahne zubereitet. Liebe Grüße, Angie

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    • Schwimmbadkuchen ist ja der Hammer. Da würde ich doch mal ganz tief in die Familiengeschichte eintauchen 🙂

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