Heldenherz-Gerichte. Heute mit Bettina von living.ruhr.

In dieser Rubrik geht es um herzerwärmende Gerichte. Gerichte, die wir besonders mögen, die eine besondere Person für uns gekocht hat oder die wir mit einem schönen Erlebnis verbinden. Dabei muss es keine hochkomplizierte Küche sein, ganz im Gegenteil, oft sind doch die richtig einfachen Dinge immer wieder die Besten. Hier will ich sie euch vorstellen. Und natürlich auch die verschiedenen Menschen, die diese Gerichte mit uns teilen möchten. Denn wo finden die spannendsten Gespräche statt, die schönsten Stunden mit lieben Menschen? Wo kommen uns die inspirierendsten Ideen? Wo können wir auch nicht so fröhliche Stunden am besten aushalten und neue Kraft finden? Am Tisch mit einem wärmenden Essen. Also setzt euch dazu, wir rücken zusammen und hören mal, was die liebe Bettina uns heute erzählt.

Liebe Bettina, schön, dass du uns heute hier besuchen kommst, erzähl doch mal kurz, wer du bist.

Von Beruf bin ich Journalistin und Texterin und habe ein kleines Redaktionsbüro in Bochum. Ich arbeite in erster Linie für Unternehmen, konzipiere und schreibe Kundenmagazine, Unternehmensbroschüren und Webseiten.

Auf meinem Blog Living.Ruhr schreibe ich, wie mir der Schnabel gewachsen ist. 2015 gegründet, erzähle ich dort Homestories aus coolen Häusern, Wohnungen und Gärten, interviewe Möbeldesigner und andere kreative Köpfe, stöbere durch Interior- und andere inspirierende Läden und stelle Produkte aus dem Bereich Möbel und Wohnaccessoires vor. Dabei suche ich das Besondere, das Originelle, das Individuelle (und nicht so sehr den Mainstream). Schwerpunktmäßig aus dem bzw. im Ruhrgebiet, denn diese spannende Region wird ansonsten medial in Sachen Lifestyle leider meist übersehen. Und das will ich ändern!

Privat bin ich seit über 20 Jahren mit demselben Mann glücklich, habe zwei heißgeliebte Tierschutz-Dackelmischlinge und wohne in einer Doppelhaushälfte in Bochum. Ich mag das Ruhrgebiet sehr, fahre aber auch oft und gerne nach Italien, Holland oder zum Chiemsee.

Du hast uns Penne Westfalica mitgebracht, das hört sich schon mla spannend an…

Dieses Gericht mixt, was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst: Eintopf und Pasta, also westfälische Bodenständigkeit und mediterrane Lebensart – und passt damit prima zu mir!

„Penne Westfalia“ ist bis heute ein Standardessen auf unserem Speiseplan. Entstanden ist es einst in meiner Studienzeit in Heidelberg. Auf der Suche nach Gerichten, die 1. preiswert, 2. schnell und einfach zuzubereiten und 3. lecker und sättigend sind, stieß ich auf das Grundrezept, das von der italienischen Großmutter einer Kommilitonin stammt: Pasta mit Kohlrabi. Perfekt!

Die Zutaten waren auch am Monatsende bezahlbar, die Zubereitungszeit beträgt unter einer halben Stunde, es schmeckt wirklich super und wärmt Herz und Seele. Gab’s gefühlt einmal pro Woche bei uns in der WG. Penne Westfalia sind überhaupt ideal, um auch mal größere Horden satt zu machen!

Und so kam dann der westfälische Twist in die Pasta: Nach dem Studium wieder zurück in der alten Heimat, lernte ich bald meinen jetzigen Mann kennen. Ihm waren meine heißgeliebten Kohlrabi-Nudeln jedoch zu laff und so fing ich an zu experimentieren, bis ich irgendwann auf die Mettwurst kam. Tipp: Unbedingt auf die Qualität der Mettwürstchen achten, da gibt es riesige Unterschiede. Sie sollte schön würzig sein und nicht einfach nur salzig und fettig. Und auf keinen Fall den geriebenen Parmesan aus der Tüte nehmen, sondern sich ein schönes Stück frischen Parmigiano reggiano gönnen.

Zutaten (für 4 Personen):

3 nicht allzu große Kohlrabi
2 Knoblauchzehen
glatte Petersilie
1 Becher Sahne
500 g Penne rigate
3 Mettwürstchen
1 Stück Parmesankäse
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Zutatenliste lässt es schon erahnen: Das Gericht eignet sich nicht für eine Diät. Aber es gibt eine ganz bestimmte Wetter- und Gemütslage – draußen schruppig und/oder innen trostbedürftig, da gibt es für mich bis heute nichts Besseres, als soviel Penne Westfalia zu futtern, bis ich nicht mehr Piep sagen kann. Mein Rat also: Genuss ohne Reue!

So geht’s:

Kohlrabi schälen und in Würfel schneiden. 15 Minuten in kochendem Salzwasser garen und in ein Sieb abschütten.

Währenddessen den Knoblauch kleinschneiden, die Petersilie hacken und die Mettwürstchen längs halbieren und in Scheiben schneiden.

Penne nach Packungsanweisung kochen

Etwas Olivenöl in einem großen Topf oder eine Edelstahlpfanne erhitzen und darin den Knoblauch und die Petersilie kurz anschmurgeln.

Nun die Kohlrabi-Würfel hinzugeben, beherzt zum Kartoffelstampfer greifen und die Kohlrabi damit kleinquetschen.

Sahne angießen und ein paar Minuten bei mittlerer Flamme einkochen lassen.

Mettwürstchen dazugeben und alles ein paar Minuten durchziehen lassen. Ordentlich pfeffern und eventuell noch etwas salzen (Achtung, die Würstchen sondern auch nochmal Salz ab)

In einer Schüssel mit der Pasta vermengen und servieren.

Unbedingt Parmesankäse drüber streuen!

Vielen Dank liebe Bettina für dieses Soulfood Gericht, das wird auf jeden Fall ausprobiert!

Wer jetzt neugierig auf mehr ist, kann Bettina besuchen gehen. Auf ihrem herrlich buntem Blog oder auf ihrer Website. Ihr findet sie auch auf Instagram oder Pinterest

 

 

Willst du vielleicht auch ein Heldenherz-Gericht hier teilen? Fühl dich sehr gerne eingeladen. Schick mir deine Geschichte und dein Gericht. Erzähl mir, was es so besonders für dich macht. Und ich teile es in regelmäßigen Abständen gerne hier in dieser Rubrik. Du musst dafür natürlich keinen Foodblog haben. Ich freu mich drauf.

Schön, dass du hier warst.

 

 

 

Kommentare (1)

  • Liebe Sabine, hey, der Artikel ist ja toll geworden. Ich freue mich, dass ich mit einem Heldenherz-Gericht dabei sein darf 🙂
    Herzliche Grüße aus dem Ruhrgebiet! Bettina

    Antworten

Kommentar schreiben