Dinner for two mit Prosciutto Rovagnati.

Werbung// Wenn man drei Kinder hat, die alle sehr quirlig und sagen wir einmal mitteilungsbedürftig sind, kommt man als Eltern eher selten zu Wort. Morgens beim Frühstück versuchen wir, die wichtigsten Termine, Abholzeiten, und Besonderheiten des Tages in den Raum zu werfen, in der Hoffnung, sie erreichen den Partner in der dezibelbelasteten Atmosphäre aus Zickenalarm, Lach- und Wutanfällen. Wo sind meine Socken? Wer hat meine Sportschuhe? Warum ist meine Arbeit nicht unterschrieben? Die hat mich angezickt! Die hat angefangen! Diese Wurst mag ich nicht auf dem Schulbrot. Mir egal, dass sie gestern noch meine Lieblingswurst war….. Mehr als zwei Sätze miteinander zu wechseln klappt eigentlich nur, wenn die Kinder gerade nicht im Raum sind. Jetzt wo sie schon älter sind und man sie für ein paar Stunden auch einfach mal alleine lassen kann, nutzen wir die neue Freiheit sehr gerne um einfach mal Zeit zu zweit zu verbringen. Da kam die Einladung von Prosciutto Rovagnati für ein exklusives Dinner gerade ganz gelegen. Nur für uns wurde im Restaurant Quattro in Frankfurt ein Dinner mit dem beliebtesten Schinken Italiens gezaubert.

Die Qualitätsansprüche bei Rovagnati sind hoch, denn nur der Hinterschinken jedes vierten Schweins kann ein Gran Biscotto werden. Gran Biscotto heißt wörtlich übersetzt „großer Keks“. Der Schinken schmeckt aber nicht nach Keks. In den achtziger Jahren war das Wort „Biscotto“ in Italien ein gebräuchliches Synonym für „besonders wohlschmeckend“. Ich liebe die Italiener! Und Keks als Synonym für lecker übernehme ich ab sofort.

Während der achttägigen Produktionszeit, ein durchschnittlicher Schinken benötigt nur drei Tage, durchläuft er über 50 verschiedene Qualitätskontrollen, alleine der Garvorgang erstreckt sich über vier Phasen und dauert 16 bis 18 Stunden. Damit das Fleisch besonders zart und geschmacksintensiv wird, verfügt Rovagnati über spezielle Maschinen, die die Schinken bis zu 72 Stunden massieren. So öffnen sich die Fleischporen, die Muskelfasern dehnen sich aus und die nach Geheimrezeptur hergestellte Lake kann optimal in den Schinken einziehen.

Zur Vorspeise wurde der feine Schinken gebraten auf einem Linsencremespiegel und Gemüse serviert. Für uns das allerbeste Gericht des Menüs. Ich durfte dem sehr engagiertem Koch dabei über die Schulter schauen und es war eine große Freude, ihn bei der Arbeit zu beobachten. Der Schinken schmeckte sehr mild und aromatisch und den empfohlenen Wein dazu haben wir auch sehr genossen.

Beim zweiten Gang wurde der Schinken von Pasta begleitet und dieses mal gewürfelt serviert. Sehr köstlich, ich meine natürlich „Keks“, aber danach war ich schon so satt…. Endlich die Gelegenheit ausufernde Gespräche zu führen und wir denken einfach nur „Keks“.

Es folgte noch ein Filet mit Schinken umhüllt und begleitet von Gemüse.

Und zum Schluss ein leichtes Erdbeertörtchen, das war ganz ohne Schinken, aber was soll ich sagen, einfach „Keks“.

Sehr satt und zufrieden haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht, die Chipskrümel der Kinder aus dem Sofa gefegt und uns nur noch fallen lassen. Die wichtigsten Termine des nächsten Tages konnten wir uns nicht mehr mitteilen und haben es dann wie immer am nächsten Morgen versucht. Und dabei zwischendurch einfach nur „Keks“ gedacht.

 

 

Vielen Dank an Rovagnati für die Einladung zu diesem exklusiven Prosciutto-Dinner und an das Restaurant Quattro für die besondere Aufmerksamkeit und den schönen Abend.

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