Die beste Lasagne. Oder heißt die bei euch auch Salanje?

In jedem Haushalt mit Kindern dürfen Nudeln im Vorratsschrank niemals fehlen. Sie sind blitzschnell gekocht und in tausendundeiner Variation zuzubereiten. Mit fixer Sauce, Kurzgebratenem oder mit einfacher, schneller Pesto und zack sind die Kinder vor der drohenden Verhungerung gerettet. Aufwändig wird die Nudel bei uns nie gekocht. Seit langem aber lagen die drei Prinzessinnen dem Helden schon in den Ohren, er solle doch bitte mal eine ordentliche Lasagne kochen. Weil alle Freundinnen behaupten würden, ihre Mama kocht auf jeden Fall die beste Lasagne der Welt. Wie soll man da als Heldenprinzessin mitreden, wenn die zu Hause nicht auf den Tisch kommt? Dass die Kinder mit den Kochkünsten ihrer Mutter auf keinen Fall zum Ziel kommen, war ja eh klar. Also studierte der Held eine Menge original italienische Rezepte und wählte einige zur Auswahl aus. „Hier ist eins, das hört sich perfekt an. Das wird mit Gehirn zubereitet.“ Die Kinder so: „Wääähhhhh!!!“ „Ok, dann das hier, da wird Leber als Zutat verwendet. Könnt ihr euch jetzt aussuchen, Gehirn oder Leber…“ Unter Protest wurde dann die Leber akzeptiert. Der Held hat STUNDEN mit der Zubereitung dieser Lasagne zugebracht. Selbstverständlich wurden die Nudelplatten nicht fertig gekauft sondern selber gemacht. Béchamelsauce gerührt. Alles geschnibbelt, gekocht und die Lagen in minutiöser Feinarbeit in die Form geschichtet.

Aber es hat sich wirklich gelohnt, ganz fantastisch hat diese Lasagne geschmeckt. Und wie gemalt hat sie ausgesehen. Also nicht lange, denn wir sind in Windeseile über sie hergefallen und haben sie inhaliert. Das kleine Stück, das die Lasagneschlacht überlebt hat, habe ich noch zum fotografieren genutzt. Und weil sie so hübsch aussah, musste ich ihr Bild auch gleich auf Instagram zeigen. Mit dem Untertitel „Salanje“. Weil unsere Kinder IMMER Salanje dazu sagen. Ich dachte, das wäre einzigartig. Lustigerweise stellte sich heraus, dass es auch in ganz vielen anderen Familien „Salanje“ gibt. Wenn ihr aber mal so eine richtige Angebersalanje kochen wollt, damit eure Kinder sagen, bei euch gibt es die beste der Welt, dann nehmt dieses Rezept:

Zutaten für 4-6 Personen

Für den Teig
150 g Spinat
2 Eier
100 g Hartweizengrieß
200 g Weizenmehl und mehr zum Ausrollen

Für das Ragout
100 g mageres Schweinefleisch
100 g Rindfleisch
100 g roher Schinken
50 g fetter Speck
100 g Hähnchenleber
1 mittelgroße Möhre
1 Stange Staudensellerie
2 EL BUtter
2 EL Tomatenmark
1/4 l Fleischbrühe
1 Zwiebel
1 TL getrockneter Oregano
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Für die Béchamelsauce
2 EL BUtter
2 leicht gehäufte EL Mehl
1/2 l Milch
Salz, Muskatnuss

Außerdem
100 g frisch geriebenen Parmesan
3 EL Butter zum Fetten der Form und zum Belegen

Für den Teig Spinat putzen, waschen und tropfnass in einem Topf bei starker Hitze zusammenfallen lassen. Ganz fest ausdrücken und zweimal durch den Fleischwolf drehen.

100 g Hartweizengries mit 200 g Mehl mischen, 1 TL Salz, Spinat und 2 Eier unterkneten. Den Teig mit einem Tuch bedeckt zur Seite stellen.

Für das Ragout Schweinefleisch, Rindfleisch und rohen Schinken durch den Fleischwolf drehen, 50 g Speck, 1 Zwiebel, 1 Möhre und die Selleriestange fein würfeln.

In einer Kasserolle 2 EL Butter erhitzen, Speckwürfel und Gemüse anbraten. Hackfleisch dazugeben, unter Rühren anbraten. 2 EL Tomatenmark, 1 TL Oregano und 1/4 l Brühe einrühren, sparsam salzen, pfeffern. Zugedeckt etwa 20 Minuten sanft köcheln lassen.

Für die Béchamelsauce in einem Topf 2 EL Butter zergehen lassen, 2 EL Mehl einrühren. Vom Herd nehmen und nach 1 Minute 1/2 l Milch zuführen. Zurück auf die Herdplatte stellen, unter Rühren aufkochen, 10 Minuten leise köcheln lassen. Mit Salz und 1 Prise frisch geriebener Muskatnuss würzen.

In einem großen Topf 2 l Salzwasser aufsetzen. Nudelteig dritteln, jedes Stück auf bemehlter Arbeitsfläche millimeterdick ausrollen. Einzeln im kochenden Wasser 3 Minuten garen, in kaltem Wasser abschrecken und auf einem Tuch abtropfen lassen.

Hähnchenleber putzen, in Würfel schneiden und zum Fleischragout geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann den Topf zur Seite ziehen. Eine große rechteckige Auflaufform mit 1 EL Butter fetten. Backofen auf 200° vorheizen.

Abwechselnd ein Nudelblatt, darauf Fleischragout, Béchamelsauce und geriebenen Parmesan in die Form schichten.

Den Abschluss bildet Béchamelsauce mit Parmesan, darauf noch 1 EL Butter in kleinen Flöckchen setzen. In den Ofen schieben und in 30 Minuten goldbraun backen.

 

Kommentare (2)

  • Boah, sieht die gut aus! Dafür würden wir doch glatt, also ohne mit der Wimper zu zucken, die Salanje von unserer Mama stehen lassen. Scheint wohl ein weit verbreitetes Phänomen zu sein, dass man die nicht richtig aussprechen kann, uns ging es nämlich selbst ganz genauso 😉 Lieben Gruß von Annalena&Johanna

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    • Also ICH hätte euch ja auch liebend gerne ein Stück abgegeben, aber die Kinder…… demnächst wird die nur noch nach erfolgreich bestandener Aussprechprobe verteilt. Liebe Grüße!

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